OceanPhoenix



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OCEAN'S GEDICHTE


graues cape

wenn die trägheit ihr graues cape
über deine seele wirft
darunter
tote gefühle
verbirgt
und deine füße schwer sind
wie blei


du dich fragst
warum die schwerkraft
dich so erbarmungslos
zu boden zieht
dich lähmt
(dabei wolltest du doch
  so vieles tun)

dann beweg dich
schrei wild auf
schreib es raus

renne
fühle
lebe dich
gegen alle inneren widerstände
nur du kannst es tun

es denkt sich schwerer
als es ist

und so zerfällt
das graue cape
auf dem boden
zu staub

(Ocean)



-Weltenseele-

Es ruft uns
ein ferner Klang
- die Stimme der Wälder ...

Komm, lass uns reisen
mit den Wolken
vereint und frei ...

Mein Herz schlägt
in den Schaumkronen der Wellen
meine Sehnsucht trinkt
aus den Tiefen der Meere

Ich bin Dein Lachen
- willst Du
meine Tränen sein?

Komm, laß uns reisen
... ins Herz der Welten
tanzen mit ihrer Seele

... mit den Sternen...

(Ocean, Dezember 2004)


- Liebe -

Wenn wir im Kampf der Elemente uns entgegenfliegen, geradewegs ins Auge des Sturms, um einander die kalten Lippen warmzuküssen

schmecken deine Küsse nach Trost und Vertrauen, und unsere Seelen verschmelzen in tosender Stille

Ich weiss, das Innerste des Sturms hält uns geborgen, wird uns zum fernen Strand unserer Zukunft tragen, wo sich in deinen Augen der warme Glanz der untergehenden Sonne spiegelt, und das Rauschen des Meeres durchweht ist von deinen leisen, süßen Worten, die ich von deinen Lippen trinke -

denn an jenem Tag wütender Unrast, als ich den Hörer meines Telefons abnahm, um deine Nummer zu wählen, und just in dem Moment - zwei Seelen, ein Gedanke - deine Stimme von ferne an mein Ohr klang, dein Innerstes zu mir sprach, wurde mir klar:

Liebe ist mehr als ein Wort, eine Empfindung oder gar ein Traum ...

Lieben heißt Einssein.

(Ocean)


- Olivenbaum -


Standhafter Baum,
vom Sturm gepeitscht
hast mit dem Wind
ein Blatt von dir
zu mir übers Meer geschickt

mit deinen Geschichten
vom blauen Horizont
der Weite des Ozeans
und dem salzigen Geschmack
deiner Haut ...

(Ocean, 2005)


- Alter Eichenbaum -


Dein Blättergrün
streicht sanft an meine Schulter,
und die verwitterte Holzbank
zu deinen Wurzeln
heißt mich Willkommen

Hältst mich geborgen
im lichten Schatten
deiner Krone
und flüsterst meine Unrast stille
mit leisem Blätterrauschen

- mein Gefährte aus Kinderzeiten
Wenn ich mich verlaufen hatte
zeigtest du mir den Weg,
und meine geheimen Schätze
wußt' ich bei dir sicher

Von den Neuigkeiten des Waldes
flüsterten deine Blätter
- bunte Geschichten, gewebt aus
Blütenstaub, Moossternen,
Tautropfen und Licht,

die mich zu meinem Ursprung führten
mir die Urkraft enthüllten
tief in meinem Inneren,
und mir die Furcht nahmen
vor der Welt

Jahrzehnte haben tiefe Furchen
in deine Haut gemalt
und leicht gebeugt stehst du
unterm Sonnenlicht
- doch wie einst

strahlst du mich an
tausend Lachfältchen tanzen
über dein Gesicht
und ich lausche gebannt
deiner neuen Geschichte ...


(Ocean - Überarbeitet März 2005)



- Unberührbar -


Nah und doch so fern bist du
ich seh dich hier
liegen neben mir
und such dich
Tausend Meilen hinter meinem Horizont

Sehnsucht nach Nähe
doch zugleich wünsch ich mir, fern zu sein
- die fremde Frau, die keiner kennt -
unberührbar und
meilenweit fort von hier

denn manchmal schmerzt am meisten das,
was ich mir am sehnlichsten wünsch' ...


(Ocean, Sommer 2005)



- Linde -

Es hatte lange vor der Erinnerung
begonnen
ehe des Tages grenzenlose Bläue
im Wolkenmond ertrank

niedergestreckt
fand sie der Abend,
meine einzige Freundin
ihre Wurzeln verdorrend

Verflucht
war der Morgen
der sie gefällt hatte

ihre Zweige gebrochen
ihr Herz verwüstet
ihr stummer Schrei
klanglos verhallt

stürzt ihr letzter Atem
zu Reif gefroren
ins Gras - zu spät

ihre spröde Haut
unter meinen Fingern
weine ich ihre harzigen Tränen
und verfluche die Erinnerung


(Ocean, 2004)



- Du? -

Jenseits des Ich
klammert sich Wir
verzweifelt an Uns

verflochten unsere Finger
nicht loslassen können

Deine hungrigen Augen
sind schwarzer See

Wir ertrinkt
im Ich


(Ocean, 2004)



- vulkanausbruch -


als die sonne erlosch
zerschnitten flammende schwerter
unsere seelen

bitterer nachgeschmack -
asche auf meinen lippen
auf messers schneide
unsere gefühle
haltlos zerrissen
wo ist
die notbremse

ist im angesicht
der zerstörung
dein schmerz größer
als meiner?
ist schmerz messbar?
vergleichbar?
nein.

nur hassbar.

wortblitze
mitten ins herz.
glühende lava
speit feuerfunken
die eruption reißt uns
den boden unter
den füßen weg.

hass auf mich
die ich unkontrolliert
zerstöre
weil ich meine fehler
deine enttäuschung
nicht ertragen kann

mein atem
sengend heißer wind
meine tränen
schwefelsäure
wollte nur mich strafen
strafe dich
alles falsch

unter den trümmern
suchst du mich wieder


(Ocean 2004)



- Klaustrophobie -

Nebelwand liebkost
mit kalten Zungen
meine Haut

Schattenarme
greifen nach mir

Wände rücken
näher

möchte in den
einstürzenden Himmel fliehen

bitte bring mir
das Sonnenfeuer zurück



(Ocean)


- Bird of Prey -

Federleichte Stärke
gleitet aus dem Himmel
Adleraugen
- kein Entkommen

atemlos
windet sich der Weg
unter mir
die Zeit zerbricht

- ein Flügelschlag
leichtes Spiel
seiner Krallen
leichte Beute
bin ich


flauschige Federbälle
hungrige Schnäbel
teilen mich
unter sich auf

der Stärkste bekommt
das größte Stück
Fliegen wollte ich
schon immer


(Ocean 2004)



- Rückkehr im November -

Deine kalte Hand
tastet nach meiner
Lehm an den Schuhen
schwer lasten Äonen
auf dir

dieses Dorf ist gealtert
hat dich zeitlos
zurückgelassen

überholt von Jahrhunderten
suchst du
hinter bröckelnden
Sandsteinmauern
die verlorene Kindheit

Nie gebaute Luftschlösser
stürzen über dir ein
Suche nicht Deckung
Renn
um dein Leben ....

(Ocean 2004)



- Schwarzer Vogel -

Ein Schatten fällt über mein Gesicht
Ich sehe hoch
Über mir verdunkelt eine Wolkenwand den Himmel
Die Welt verliert ihr Licht
Ein schwarzer Vogel löst sich aus dem Grau
Mit trüben Augen verfolge ich seinen Flug
Er scheint zu sagen: Du kannst nicht länger
warten
- deine Frist ist abgelaufen
Ich fühle mich kaum noch
Empfindungen ausgelöscht von bodenlosem Grau
in dem ich mich verloren habe
und das, was sie Hoffnung nennen

Der Kampf ist zu Ende
Durch den Nebel folgt mein Blick dem Vogel
Er läßt sich auf einem Ast nieder
und ich folge dem Todesboten

Stunden später
Ich seh den kalten Körper im Wind baumeln
ein wenig verlassen, ein wenig verloren
er hatte nie seinen Platz in dieser Welt
gefunden
und sein Sterben war so einsam, wie sein Leben

Ich breite meine Schwingen aus
Schwarz glänzt das regennasse Gefieder
in der Sonne
Mit kräftigen Flügelschlägen reise ich ihr entgegen
Richtung Ewigkeit.


(Ocean, 1986)



- Stadtbild -


du stehst
mit dem rücken zur wand
ihre toten augen
schauen dich an
dann an dir vorbei

im staub kriechend
suchst du
unter ihren füßen
unter ihren rädern
deine seele

(Ocean, 1986)



- Kreuzigung -


das kainsmal auf ihren stirnen
getaucht in höhnisches
abendsonnengold
und kein boden mehr
unter ihren füßen

am dornengestrüpp
ein einsamer blutstropfen
der um seine mission
nie wissen wird

ein kreuz
ins dunkel geschleudert
zerschellt an schweigenden felsen
dran hingen sie zahlreich

ihre leeren gesichter
irren noch umher
später wird asche
darauf gestreut
lachen bricht auf

aus vielen kehlen
und läßt ihre stummen schreie
im nichts verhallen -

zwei welten:
ein strom
fließt der helle horizont
über schwarzstrudelndem abgrund


(Ocean, 1987)



- heimkehr -

nachtvögel zerreißen die luft
aufgestört - das schweigen hat
ihre kinder gefressen!

nachtkinder, blind und taub
so stieß blutiges lachen sie
aus dem nest
gnade?

dies lachen, auf der flucht
vor dem schweigen
hat es das loch in deiner seele
längst gewittert...


(Ocean 1987)



- Bergsteigen -

Diesmal bin ich allein in der weiten, weißen Einsamkeit, und die Gesichter, die meinen Weg säumen, grinsen hämischer denn je.

Ich weiß noch, wie wir ihnen Grimassen geschnitten haben und sie weggelacht, wir haben uns an den Händen gefaßt und unsere Wärme gespürt, und sie haben sich tiefer in den Schnee eingegraben.

Ich weiss noch, wie du mich über steile Hänge und Felsvorsprünge geführt hast, und wie du mich ermutigt hast, wenn ich aufgeben wollte. Du hast immer geradeaus geschaut, nie in die Gesichter, sie konnten dich nicht aufhalten auf dem Weg zur Sonne. Denn du hast fest daran geglaubt, daß es über dem Berg eine Sonne geben muß.

Und ich weiß noch, wie die Lawine kam. Sie hat sich angekündigt mit einem dumpfen Grollen, doch du wolltest es nicht hören. Selbst durch den Nebel, der uns einhüllte und die Gesichter vertrieb, hattest du das Ziel noch vor Augen. Du hast meine Hand genommen und hast gesagt, wir schaffen, was ihnen nicht gelungen ist, einmal werden wir die Sonne sehen, und wenn es uns das Leben kostet.

Dann hat der pfeifende Wind deine Schreie davongetragen, und um nich ist es kalt und dunkel geworden.

Meine Wunden sind inzwischen verheilt - verheilt bis auf die eine, die mich wieder hinaus in die weite, weiße Einsamkeit getrieben hat. Ein scharfer Wind weht mir entgegen und treibt mir die Tränen in die Augen, und meine Hände sind längst erfroren. Aber ich weiß, daß ich den Weg zu Ende gehen muß, den wir begonnen haben, ehe die Kälte auch meine Seele erfriert. Ich kann mich nicht länger in den Schnee eingraben.

In der Luft liegt wieder dieses dumpfe Grollen, aber ich will es nicht hören. Ich höre nur deine Stimme in dem anschwellenden Sturm mir zurufen: dir wird gelingen, was mir nicht gelungen ist, und wenn es dich das Leben kostet - du bist nicht allein...


(Winter 1986)


(Ocean)



- Frühjahr -

mit rotem schnee bedecktes dunkel
über unsren augen
feurig
hatten wir uns vereist

die zeit ist gekommen
uns loszueisen -
sinnlos, zu weinen
tränen verbrennen

wenn ich die sonne umarme
wirst du den regen lieben
einst blinde augen -
jetzt kommen wir

aus dem dunkel
gebrannte gesichter
unsere augen zu sehen
tut weh

(Ocean)




Für Monsterchen

Heute wirst du zwei Jahre jung
du hältst uns jeden Tag in Schwung
dein Temperament, dein treuer Blick
- du bist unser größtes Glück

Verschmust, verspielt und aufmerksam
schaust mich mit großen Augen an
was Leckeres wartet schon auf dich
mein Monsterchen, ich freue mich

auf heimelige Kuschelstunden
und unsere langen Gassirunden
- langweilig wird es nie mit dir
aus tiefstem Herzen dank ich dir

dass du mit uns durchs Leben gehst
uns immer treu zur Seite stehst
und laut ruf ich's durch Wald und Feld
du bist der beste Hund der Welt!


(Ocean)


OceanPhoenix


"Speak the truth .. or make your peace some other way ..."
(Godsmack)
°°° DATENSCHUTZ °°°


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"We are a particle in the ocean ..
lost and safe like a tear ..
we are born and lost in the ocean
where is mercy with our fear?"
(Eloy - "Ocean")

Egoload - Analytischer Denker








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Du bist mein Land,
ich deine Flut,
die sehnend dich ummeeret;
du bist der Strand,
dazu mein Blut
ohn Ende wiederkehret.

An dich geschmiegt,
mein Spiegel wiegt
das Licht der tausend Sterne;
und leise rollt
dein Muschelgold
in meine Meergrundferne.

(Ch. Morgenstern)

"Zwischen Dir und dem
Horizont liegt das Leben."


sonne.gif

.. genieße das Glück des
Augenblicks bewußt,
und bewahre ihn in
Deinem Herzen, so daß
Du jederzeit zu ihm
zurückkehren kannst.

Alles Erlebte ist Dein,
für immer. Deine Vor-
stellungskraft trägt Dich
überall hin, und Dein
Wille macht scheinbar
Unmögliches möglich.

Leben - unterwegs sein
auf Deinem eigenen
Lebensweg... gesegnet
mit der Kraft, auch die
schmerzlichen Wege
aufrecht zu gehen.

Die Quelle der Kraft
liegt im Universum ..
in der Natur ..
in Dir selbst.

(Ocean)



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"Long hours of loneliness
between me and the sea ...
Should I dress in white and
search the sea, as I always
wished to be one with the
waves - Ocean Soul ... "

(Nightwish)


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"Man kann ohne Hund leben,
aber es lohnt sich nicht"
(Heinz Rühmann)



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"Sail away to Avalon
The journey has begun
Sail away through the night
Sail away, never die
The gods are at your side..."
(Ayreon)

















Das Dasein ist köstlich.
Man muß nur den Mut
haben, sein eigenes Leben
zu führen.
(P. Rosegger)




Abendwolken

Wolken seh ich abendwärts
Ganz in reinste Glut getaucht,
Wolken ganz in Licht zerhaucht,
Die so schwül gedunkelt hatten.

Ja! mir sagt mein ahnend Herz:
Einst noch werden, ob auch spät,
Wann die Sonne niedergeht,
Mir verklärt der Seele Schatten.

(Ludwig Uhland)



Ein Rot, das traumhaft dich
erschüttert -
Durch deine Hände scheint
die Sonne.
Du fühlst dein Herz verrückt
vor Wonne
Sich still zu einer Tat
bereiten...

(aus: "Ein Konzert" von G. Trakl)



Monsterchen :-)



Mit einem kurzen Schweifwedeln
kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken,
als mancher Mensch
mit stundenlangem Gerede.
(Louis Armstrong)




... ich bin ein Couch-Potatoe :)

"We are a particle in the
ocean,
lost and safe
like a tear ..."

(Eloy - "Ocean")










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