OceanPhoenix

Weniger ist mehr

Zuallererst mal ein riesiges Danke an Euch für all Eure wertvollen Anregungen und Gedanken, und daß Ihr mir soviel schreibt, obwohl ich mich so rar mache bei Euch, das ist alles andere als selbstverständlich und bedeutet mir sehr viel. 

Einiges davon habe ich auch gleich umgesetzt heute - bin "hundetechnisch" zuhause, da Walter auf Geschäftsreise ist.

Das Hundle hat mich netterweise bis dreiviertel neun schlafen lassen. Hab ich nach all den Chaosträumen und kurzen Nächten gut brauchen können ;) Diese einseitigen Kopfschmerzen sind leider immer noch da und nerven, aber die gehen erfahrungsgemäß nach ein paar Tagen von selbst weg.

Daheim stapelt(e) sich ja wieder mal einiges. Ganz abgesehen von den Baustellen-Arbeiten ...

 Ich habe aber versucht, alles ruhig anzugehen, bzw. mal in mich hineinzuhören und mich zu beobachten, wo die Punkte sind, an denen ich in die selbstgemachten Stress-Fallen tappe. Habe auch einiges entdeckt - daß ich mehrere Dinge gleichzeitig mache und dann in Gedanken nochmal bei was anderem bin, vorzugsweise Dinge, auf die ich gerade keinen Einfluß habe und die mich nerven - da kann ich gegen angehen, um ruhiger zu werden.

Hab mich mal gefragt, was konkret mir a) zuviel wird, wovon ich mich trennen will, und b) wo ich "Krücken" benutze, obwohl ich sie gar nicht brauche - und mich so unfrei mache. Auch hier bin ich dabei, einiges zu entdecken und fortzuwerfen oder zu reduzieren, im übertragenen und im konkreten Sinne.

Bestandsaufnahme machen - woran hängt's eigentlich, daß ich das Gefühl habe, mir wird alles zu viel. Das Problem liegt ja bei mir - daß ich nicht nein sagen kann zu den Dingen - ihnen keine Reihenfolge zuweisen, sie nicht mit dem nötigen Abstand betrachten.

Früher erkennen muß ich, wenn die Filter mal wieder nicht funktionieren - ja, medial fühlen, das ist sicherlich genau das, was ich meine :) - und mich darauf einstellen.

Ich brauche ab und zu das totale Aus. So sehr ich einerseits die Reize brauche - so kommt doch immer mal wieder der Punkt, wo ich mich am liebsten in einen Raum ohne Fenster und Licht verziehen würde, ohne jegliches Geräusch, um meinen inneren Rhythmus wiederzufinden. Nur merke ich das manchmal zu spät, und reagiere dann irgendwann über - auf den Input und auf bzw mit meinem Output - was für andere völlig normal wäre, wird für mich in dem Moment zum Streß.

Ansonsten habe ich genau das gemacht, was ich mir gestern abend vorgenommen hatte: Oben aufräumen, Kellerräume ausmisten und saugen, Trainingsgeräte wieder zugänglich machen (und gleich ein paar Minuten auf den Stepper) alle Wäsche waschen, alle trockene Wäsche bügeln, alle im Keller rumliegenden Klamotten entweder fortwerfen weil eh schon lange nicht mehr vermißt, oder zur Wäsche bzw. aufräumen.

Habe mir ein gesundes Mittagessen gemacht - da ich mir gut vorstellen kann, dass möglichst wenig Fertig-Kram auch gut für Seele und Geist ist - also Chinakohlgemüse mit Naturreis und einer Tomaten-Sellerie-Soße (hihi, für so manchen, der lieber was "Gscheit's" auf dem Teller hat, hört sich das sicher gruselig an, aber ich mag's - und es hat tatsächlich nicht SO lange gedauert - außerdem hab ich im Kopf schon so eine Abwehr gegen die Tütensuppen, das ist genauso wie mit dem Rauchen damals - es muss von innen raus kommen, dann kann man sich auch davon lösen) und zwei große Hunde-Runden - den Wind den Kopf freiblasen lassen.

Ich merke, daß die innere Ruhe noch nicht wieder da ist, dass ich immer noch "drehe", aber dass ich dennoch auf dem Weg bin. Und das ist okay.

Habe mir einfach zu wenig Ruhezeiten gegönnt, und das dann verlernt. Ein bisschen meditieren wär sicher nicht verkehrt.

Manches werd ich runterfahren müssen, sicher auch das Schreiben am PC, um meine Energie optimaler nutzen zu können und auch die Dinge tun zu können, die auf der Strecke bleiben und mir so fehlen  - Lesen und mal wieder Malen und Schreiben, Gedichte, vielleicht mal eine Geschichte - früher hab ich viel mehr selbst gemacht.

Beim Bloggen bleib ich trotzdem ;) auch wenn der PC daheim weitgehend ausbleiben wird künftig - werd ich, sofern die Arbeit es zuläßt (und unsere Chefs weiterhin so großzügig bleiben) weiter schreiben und, so oft ich kann, bei Euch nicht nur mitlesen, sondern auch kommentieren. Mir macht das nämlich großen Spaß und ich mag einfach nicht darauf verzichten - nur wenn allgemein so ein Druckgefühl vorhanden ist, schaff ich es nicht.

Nun stell ich dies mal in den Blog, dann geh ich mit dem Monster raus, ehe es zu regnen anfängt, wird ganz duster draussen .. und dann noch einkaufen - und dann  fang eine Runde an bei Euch. Morgen bin ich auch nochmal daheim :)

Einen schönen Dienstagabend für Euch :)

Ocean 25.10.2005, 17.40 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachdenkliches

Wie sagte ...

Bruce Willis in "Stirb Langsam 3" so schön?

"Das ist heute nicht mein Tag!"

Das dazugehörige T-Shirt haben wir daheim. In Größe L - paßt Walter also hervorragend, mir dagegen überhaupt nicht.

Dennoch würde ich es heute im Brustton der Überzeugung tragen ;-)

Und da momentan die Bilder bei Freenet wieder mal nicht angezeigt werden -  (EDIT: werden doch wieder angezeigt *freu*) - lasse ich Euch einfach mal das Monsterchen hier!

Ocean 24.10.2005, 14.11 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Verschiedenes

Gedanken-Chaos

Danke Euch sehr für all Eure lieben Worte und Denkanstöße :-) So eine Phase kommt immer mal wieder .... kreisende Gedanken und das Gefühl, im Hamsterrad zu laufen, eine Sache erledigen und schon stehen da zehn neue und warten und die Zeit langt hinten und vorne nicht - und dann noch so ein unbestimmtes Gefühl von Traurigkeit im Hintergrund, mal mehr dominant, mal weniger. Sicher spielen da auch der Herbst und auch die Hormone mit rein.

Mittagspause - Versuche, zu sortieren, mir klar darüber zu werden, wie ich mit diesem "Druck-Gefühl" jetzt umgehe.

Langsam müßte ich das doch kennen. Will zu viel auf einmal tun, und schaffe mir noch zusätzlichen Streß. Ob das jetzt auf der Baustelle ist, im Büro, oder sogar was das I-Net angeht, Blogrunde, Mails, andere Projekte im Netz - die Zeit reicht einfach  nicht für alles. Hier mich verbal austoben, das brauch ich auch einfach. 

Möchte auch mal wieder mehr malen, lesen ... daheim den Rechner auslassen. Kreativer sein.

 Und richtig los mit viel Arbeit geht's doch erst im November - hier im Büro zumindest. Daheim - das müßte ich doch schon kennen ...

Da gibts Dinge familiärer Art - die ich eigentlich gleich abschütteln könnte, Erzählungen - was andere, die nicht in ein festes Arbeitsverhältnis eingebunden sind, so alles schaffen am Tag in ihrer Wohnung -

es war nicht mal als wertender Vergleich gedacht, kommt bei mir aber als solcher an. Ist meine eigene Schuld, wenn ich das so auffasse - und spiegelt meine eigene Unzufriedenheit mit meiner Vorgehensweise wieder.

Blöde Träume letzte Nacht - ich bekam Vorwürfe, ich würde ja furchtbar aussehen, häßlich, wie ein Mann, würde nicht auf meine äußerliche Erscheinung achten und mich gehen lassen ... (tue ich eigentlich nicht! )

und dann hab ich immer versucht, Kräuter einzukaufen und es gelang mir irgendwie nicht, obwohl so viel Grünzeug überall in den Läden war ...

Das hat einen Hintergrund - ich hab momentan mal wieder einen Spleen. Glaube, ich ernähre mich zu ungesund - weil ich total ungern koche, mach ich mir oft einfach nur ein Fertiggericht, das schnell geht und wenig Aufmerksamkeit erfordert.

Aber nun hat sich bei mir der Gedanke festgesetzt, daß diese industriell hergestellten Lebensmittel voller Zusätze und Geschmacksverstärker und bestrahlt und wasweißichnichtnochalles vielleicht Krebs auslösen können ... vor allem wenn man sie oft konsumiert.

Und das nervt mich auch - wie kann man sich von seinen Gedanken so terrorisieren lassen.

Konkret haben wir beim Einkaufen am Samstag viel gesundes Zeug gekauft, Walter will Fleisch radikal reduzieren und auf Fisch umsteigen - und ich werde diese Tütensuppen jetzt reduzieren und mir einfach Gemüse und Vollkornflocken, Vollkornreis, -Nudeln etc. zusammenschnippeln ... schnell-schnell.

Ist das nicht wieder typisch?? ich weiß von meinen  Fehlern (das "schnell-schnell" ist einer) und tu es dennoch.

Ruhe - ja, das wär wichtig. Ob ich es mit Entspannungsmusik erreichen kann - ich müßte es probieren, oder einfach mit etwas ruhiger Musik aus meinem CD-Regal. (Wenngleich heute morgen im Auto sofort die Wahl auf Metallica fiel - und das tat mir gut, es löste einen Teil der Anspannung!)

Es hat etwas mit a) Reizoffenheit und b) dem Bedürfnis nach starken Reizen zu tun. Wenn dieses Bedürfnis vorherrscht, kann mich etwas Ruhiges, Langsames noch mehr auf die Palme bringen. Ist schwer verständlich, ich weiß.

Reizoffenheit - die Filter funktionieren nicht so, wie sie sollen momentan. Es kommt zu viel durch, auch von anderen Menschen, was ich eigentlich nicht so präsent haben will in mir. Und das gleiche gilt für die anstehenden Aufgaben im Haus. Eins nach dem anderen - läßt sich dann nicht so leicht bewältigen.

So, nun hab ich mal ein bisschen Dampf abgelassen ;) Werde gleich noch kurz in die Stadt düsen.

Nachher fang ich einfach mal an daheim mit ein paar Dingen, die liegengeblieben sind - die Wäsche z. B. und den Keller aufräumen. Das muß dann eben reichen - morgen ist auch noch ein Tag.

Ich wünsch Euch einen schönen Montag :)





Ocean 24.10.2005, 11.31 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachdenkliches

Traurigkeit ...

.... ist manchmal unberechenbar. Kommt ohne ersichtlichen Grund - Gedanken an irgendwelche Worte oder Ereignisse, die andere schon längst vergessen haben - oder Zweifel an allem - ob ich es schaffe - was, es ... wenn ich das wüßte. Gefühlssalat eben.



Kann ich all den Erwartungen gerecht werden, die doch im Grunde ich an mich stelle, und nicht wirklich die anderen ...

Ist nicht so vieles ein Fake - oder wird es zum Fake, wenn ich nicht daran glaube ...

Gilt das auch für Ängste? Einfach nicht dran glauben ...

Über zu vieles gleichzeitig nachzudenken kann nicht gut sein. Gibt Chaos. Ohne daß es einen konkreten Auslöser gäbe ...

Ablenkung ist gefragt jetzt. Hundi knuddeln und mit rausgehen. Nachher einen Film schauen. Tatort eventuell - oder den aufnehmen und den zweiten Teil von diesem Pest-Film auf VOX. Boah, der ist heftig. Aber super gemacht, zumindest der erste Teil gestern. Vielleicht sollte ich mir konsequenterweise auch sowas nicht angucken - wollte ich auch erst nicht, wir haben zwischen Tatort und dem Film hin und hergezappt, und den Tatort kannten wir halt schon. Und irgendwie hat uns der Film dann nicht losgelassen.

Manchmal kommt der Wunsch, mal wieder gründlich aufzuräumen in meinem Leben - der dann von der Frage gebremst wird - wo anfangen. Im Kleinen, nach und nach .. alles auf einmal geht nicht.

Ich mag keine Inkonsequenz - und erwische mich so oft dabei. Blöd, sowas.

Möchte mir mehr Ruhephasen gönnen und weiß nicht so genau, wie ich in einen Ruhezustand kommen kann. Zu viele Dinge, die ich tun will und soll und mich zu verpflichtet fühle.

Naja - das kennt sicher jeder...



Morgen und übermorgen komm ich wieder bei Euch vorbei  :) ich wünsch Euch einen schönen Sonntagabend und einen stressfreien Wochenbeginn!

Ocean 23.10.2005, 19.19 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachdenkliches

Yentl - Barbra Streisand - Erinnerungen

Wahnsinn ... diese Musik ist genau das, was ich heute abend brauche ... "The moon is twice as lonely and the stars are half as bright ..."

Jede Szene seh ich vor mir ... Yentl ist der Film, der mir seit Mitte der Achtziger am meisten bedeutet hat. "There are moments you remember all your life ..." Worte fehlen grad, es zu beschreiben ... so viele persönliche Erinnerungen mischen sich hinein beim Hören - Menschen, mit denen ich diese Musik, diese Bilder verbinde... im Jetzt, im Früher ...

in einer Zeit, wo ich nicht wußte, wo vorn und hinten ist, hat mir dieser Film Richtungen gezeigt, Wege - auch wenn ich sie nicht gleich und schon gar nicht ganz gehen konnte - ich wußte - das ist es, eine Orientierung, eine unglaubliche Kraft und Tiefe ...


 

Von Barbra Streisand hab ich  geschwärmt, mir jedes Buch über sie gekauft - einen großen Bildband in Wien auf dem Naschmarkt gefunden, 1989, ich war selig ... damals gabs aber alles nur auf Englisch, und eines meiner Kaninchen in Cannstatt hat eine Biografie, auf die ich wochenlang gewartet hatte (in den USA bestellt) gnadenlos angeknabbert .. aber immerhin nur halb unbrauchbar gemacht ;)

ich hab fast jede Platte von ihr, hatte mit 17, 18 immer ihre Covers vor mir auf dem Schreibtisch stehen ... natürlich alle Filme gesehen - und "Yentl" war immer mein Lieblingsfilm - außerdem "Nuts", in dem ich viermal hintereinander im Kino war ... um immer wieder diese Wahnsinns-Szene im Gerichtssaal zu sehen ...

hab mich irgendwie identifiziert mit ihr ... hab sie Gefühle ausleben sehen in den Filmen, die ich hinter meiner RührMichNichtAn-Fassade versteckte ... und das so kompensiert. Und irgendwie war ich wohl auch ein bißchen verliebt in sie .. in das, was ich an ihr sah ... und in ihre unglaubliche Ausstrahlung.

"There's no chill - and yet, I shiver - there's no flame - and yet,  I burn ..."




Mit 17, 18 war alles so chaotisch ... So viele Wege offen, und doch fand ich keinen Zugang zu irgendeinem von ihnen. Wollte raus daheim - wollte die Schule schmeißen und abhauen (dank einer sehr überzeugenden lieben Freundin hab ich das dann doch bleiben lassen) weil die Angst zu groß war. Die Angst, die ich auch jetzt noch kenne, die aber nicht mehr mein Leben bestimmt. Und vor sich selbst - kann man ohnehin nicht weglaufen ... wo hätte ich hin sollen - mit dem Fahrrad - ich hatte ja Panik vor jedem Fahrzeug.

Träume, kultivierte bittersüße Sehnsüchte, platonische Liebe - als Ersatz für wirkliche Liebe, Nähe und Freiheit innen. Angst vor Männern - außer auf kumpelhafter Basis. Das war okay - wenn sie mich auch als "Jungs-Kumpel" behandelten.

Auf der inneren Freiheits-Skala, die unser Ethiklehrer an die Tafel zeichnete, von eins bis zehn, gab ich mir eins ..... die unterste Stufe.

"something tells me that I'm right - you wouldn't wanna dance tonight..." ich liebe dieses Lied ..."look I've seen the impossible happen before ..." 

und das Unmögliche geschah ... ich konnte mich nach und nach in meine Ängste stürzen und in ihren düsteren Rachen schauen ... um ihnen zu begegnen.

It all began the day I found that from my window I could only see a piece of sky .. 

"Alles begann an dem Tag, als ich feststellte, dass ich von meinem Fenster aus nur ein Stück des Himmels sehen konnte - ich trat hinaus und schaute mich um - hätte mir nie träumen lassen, dass er so weit ist oder nur halb so hoch ....

die Zeit war gekommen, meine Flügel auszuprobieren - und obwohl es schien, als ob ich jeden Moment abstürzen könne, fühlte ich die erstaunlichsten Dinge - die Dinge, die du dir nicht vorstellen kannst, wenn du niemals geflogen bist ...

Obwohl es sicherer ist, auf dem Boden zu bleiben, finden sich die süßesten Freuden genau da, wo die Gefahr liegt .. Egal wo ich hingehe, dort werden auch die Erinnerungen sein, die mich am Ärmel zupfen....

aber es wird auch mehr zu hinterfragen geben - und noch viel mehr zu glauben ... Je mehr ich lebe, um so mehr lerne ich - und je mehr ich lerne, umso mehr erkenne ich, wie wenig ich weiß ...

jeden Schritt, den ich tue (Vater, ich hab jetzt eine Stimme!) - jede Seite, die ich umwende (Vater - ich hab jetzt eine Wahl!) - Jede Meile, die ich reise bedeutet nur, dass ich noch weiter gehen muss - was ist falsch daran, mehr zu wollen.. angesichts all dessen, was möglich ist - warum sich nur mit einem Stück Himmel zufrieden geben ...

Vater, ich kann dich hören - Vater, ich kann ich sehen - Vater, ich kann dich fühlen - Vater - schau, ich fliege!

("A piece of sky")




Nun hol ich Walter ab. Bin müüüüde .. Ich wünsch Euch ein zauberhaftes Wochenende :) :)

Ocean 21.10.2005, 22.41 | (11/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachdenkliches

Viele Gedanken ...

... einfach so. Aus Lust am Schreiben und zum Gedankensortieren, zwischendurch.

Was ich momentan nicht schaffe - diese Rubrik Tagesbilanz im Blog durchzuziehen. Das ist eigentlich typisch für mich. Ich fange manche Dinge an - und sobald ich sie konsequent und regelmäßig tun soll/will, wird's nichts mehr.

An dieser Problematik scheitert bei mir auch die regelmäßige Gymnastik, die verhaßte Hausarbeit, vor allem Bügeln - das liegt dann bis Ultimo. "regelmäßig" liegt mir nicht. Wie war das mit der Selbstdisziplin? Darum ist es nicht unbedingt gut bestellt bei mir *lach*

Da bewundere ich meinen Vater - der hat das so drauf mit der Disziplin, in jeder Hinsicht. Konsequentes geistiges und körperliches Training, diszipliniertes Essen - klare Vorstellungen und Regeln, die er umsetzt. Und mit Mitte Siebzig noch fit wie ein Turnschuh ist, täglich mindestens zwei Stunden joggt, Minimum. Es zahlt sich aus ...

Gut - in mancher Hinsicht bin ich auch diszipliniert. Beim Essen und Trinken mit Sicherheit. Da kenn ich meine Grenzen genau. Mit Geld eigentlich auch. Und ich hab auch inzwischen gelernt, pünktlicher zu sein und nicht so viel zu vergessen *g* Also wenn ich hier mal etwas vergesse - bitte nicht böse sein, es ist nicht persönlich gemeint.

Extreme Gefühle ... Manchmal tun sich Abgründe auf in der Seele. Unangemessene Reaktionen sind die Folge - Ausraster, Wut, Verzweiflung, weil ich das Licht nicht mehr sehe. Auch das ist seltener geworden, aber ich weiß, daß auch ein schlafender Vulkan ausbrechen kann - plötzlich.

Wenn ich bedenke, daß der Herbst so gar nicht meine Jahreszeit ist - eigentlich eine richtige Depri-Zeit - dafür bin ich echt gut drauf momentan. Zufriedenheit und Freude über das, was ich habe - es ist so viel.

Mein kleines Reich voll Wärme und Liebe: mein Schatz und mein Hunde-Monster. Glück pur!

Freundschaften, die mir einen intensiven emotionalen Austausch ermöglichen - ein beiderseitiges Geben und Nehmen und ein wärmendes Gefühl, zu verstehen und verstanden zu werden - Seelenpartner zu haben auf dieser Welt. Lange dauert es, sie zu finden ... und es ist so unendlich wertvoll.

Eine wirklich schöne Gegend, in der ich lebe - viel Natur, Wälder und Seen. Und immer wieder die Gelegenheit, das Meer zu sehen.

Das Bloggen hier mit Euch - ist mir eine große Freude und Bereicherung :)

Es ist intakt - es paßt.

Die Angst - etwas von dem kleinen Reich zu verlieren, die kennt sicher jeder ... die einen immer wieder mal beschleicht, gerade auch in der dunklen Jahreszeit. Auch sie hat ihren Platz. Alles hat seinen Platz im Leben. Annehmen und Zulassen - das habt Ihr mir auch oft vermittelt in Euren Kommentaren  und Mails - ist das Wichtigste.

Wir erleben gerade, wie eine gute Bekannte sich mit beeindruckender Stärke ihrer schweren Krankheit stellt. Sie weiß genau, wie es um sie steht - und dennoch strahlt sie so viel Positives aus. Es regnet? na und ... ich weiß, daß ich es schaffen werde.

Viele Gespräche und viel Nachdenken haben bezüglich meiner Prioritäten in letzter Zeit einiges wieder gradegerückt. Mir allerdings auch vor Augen geführt (zumindest glaube ich das) daß ich nicht so stark sein könnte ... Aber vielleicht lernt man das automatisch.

Auf jeden von uns warten im Leben Schicksalsproben, denen wir uns früher oder später stellen müssen ... und es ist mit Sicherheit nicht immer einfach, das Lächeln zu bewahren. Auch die Tränen gehören dazu.

Etwas, was ich lernen muß, was mir schwer fällt - es zu leben. Gefühle zulassen, rauslassen, ohne sie mit Härte zu verkleiden, um sie zu schützen. Härte erzeugt Gegen-Härte. Und dabei ist das innen drin doch gar nicht in der Lage, Härte auszuhalten. Völlig paradoxe "Schutz-" Reaktion der Seele, vielleicht aus falschen  Lernmustern der Kindheit heraus, die es endgültig zu überwinden gilt.

Einfach Sein, Vorwärtsgleiten im täglichen Werden.

Leben ist Lernen. The more I live, the more I learn, the more I learn, the more I realize the less I know ... ("A Piece of Sky" - aus dem Soundtrack zu "Yentl", ein wunderbarer Film mit Barbra Streisand). Vorwärts geht es immer ... auch wenn es sich mal rückwärts anfühlt ;)

Und wenn das einer bis hierhin gelesen hat - wow. Mal wieder ein Eintrag, den ich jetzt poste, ohne ihn durchzulesen .

Ocean 21.10.2005, 16.59 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachdenkliches

Die Zeit rast ... / Gimme 5

... und das sagt irgendwie jeder - ich empfinde das auch grad ganz intensiv. Woran liegt das bloß?? im Nullkommanix ist ein Tag rum - eine Woche rum - und ich fürchte, mit dem Wochenende wird es ebenso sein *lach*

Aber gut, wenn es immer wieder spezielle Momente gibt, die sich einprägen, nicht im Strudel der Zeit verschwinden ... auch dank des Tagebuchschreibens.

Heute sorgen sie jedenfalls hier dafür, daß  uns nicht langweilig wird. Stapel über Stapel. Ist aber besser als gar keine Arbeit ;)

Die Gimme 5 sind schnell gemacht diesmal:

1. Kaffee oder Tee?

Beides! Morgens und Mittags Kaffee als Muntermacher, zwischendurch Tee, und zwar Früchte- und Grüner Tee, jederzeit.

2. Fleisch oder vegetarisch?

Ausschließlich vegetarisch und auch keine Eier und kein Fisch oder Fertigprodukte, wo Rindfleischextrakt und Co. drin ist.  Hardcore *lach* - aber Käse und so esse ich schon.

3. Süss oder sauer?

Kommt drauf an! Ich liebe diese sauren Gummiteile von Ha***o. Saure Pommes, Kirschen und so. Könnt ich mich reinsetzen. Auch wenn's nicht gut für die Zähne ist ;)

Und ich trinke auch gern mal eine ausgepreßte Zitrone mit Mineralwasser, ohne Zucker (macht die Vitamine kaputt). Ab und zu brauch ich aber auch was Süßes - aber nie viel, zwei Stücken Schokolade und ich hab schon genug.

4. Wein oder Mineralwasser?

Beides: über den Tag verteilt viel Mineralwasser, zum Essen Wein oder Schorle.

5. Bier oder Cola?

Bier :) Cola ist mir zu pappig-süß. Nur im "Notfall" mal ne Cola light, möglichst mit Zitrone.

Ocean 21.10.2005, 16.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Fragen/Tests, Aktionen

Freitag morgen ...

... und mir fällt keine Überschrift ein *gähn* heute war das Aufstehen irgendwie besonders schwer. Außerdem muß ich zur Zeit einen Riesen-Umweg fahren, weil eine Ortsdurchfahrt gesperrt ist und es da keine vernünftige Abkürzung gibt. Wird Zeit fürs Wochenende! Aber erst nochmal bis 18 Uhr schaffen - hat den Vorteil, daß ich mir alles gut einteilen kann.

Wegen dem Film nochmal - dass der hervorragend gemacht ist mit exzellenten Darstellern, und daß es wichtig ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, möchte ich auch nicht bezweifeln. Ein bisschen hab ich reingeschaut gestern - aber nur kurz. Ist mir einfach zu heftig, ich kann's nicht ändern. Und auch ohne ihn zu Ende geschaut zu haben, bin ich mir voll dessen bewußt, was für ein Gräuel das damals war, und daß überall auf der Welt alles daran gesetzt werden muß, daß Derartiges nicht wieder passiert.

Nun trag ich mal ein paar Stapel ab - bis später :)

Ocean 21.10.2005, 07.08 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Verschiedenes

Freier Willen / Kriegsfilme - Der Untergang / Musik

Habt Dank für Eure Beiträge zum Thema Werte und Selbstverantwortlichkeit :-) Natürlich ist es so, daß z. B. Krankheit den Menschen in der Ausübung und Auslebung seines freien Willens einschränken können. Dieses Argument leuchtet mir absolut ein. Und es wird immer wieder Umstände geben, in denen man einfach festhängt und erst mal eine Weile braucht -

aber so als Grundprinzip - dass es an mir liegt, was ich aus den gegebenen Umständen mache und wie ich sie bestmöglich für mich und mein Umfeld nutze und erweitere - und daß es zu bequem ist, einfach anderen die Schuld für eine Misere zuzuschieben oder sich immer wieder auf die Vergangenheit zu berufen ... dass ich glücklich nur dann werden kann, wenn ich im Rahmen meiner Möglichkeiten die Dinge mit weit offenen Augen (auch sinnbildlich) in die eigene Hand nehme und dabei versuche, diese Möglichkeiten zu verbessern - was mir dank meines freien Willens möglich ist -

mir dies zu vergegenwärtigen, wenn ich mal wieder vergleichend zu anderen schiele und am Granteln und Meckern bin ;-) oder wenn die Bequemlichkeit zu sehr zuschlägt - das hilft mir dann enorm viel, wieder straight  nach vorn zu schauen. Wir haben so viel mehr Kraft in uns, als wir manchmal glauben - davon bin  ich überzeugt, ist manchmal auch eine Frage der Selbstdisziplin.



Gestern abend kam ja der erste Teil von "Der Untergang" als TV-Langfassung. Und ich hab's echt versucht ... aber ich kann - und will - sowas nicht mehr anschauen. Es ist einfach so schrecklich - allein durch das Wissen, daß die Ereignisse tatsächlich geschehen sind, dass dieser Krieg real war ... ich pack das nicht.

Schaue mir wirklich jeden Krimi, Grusel, SciFi etc. an ... das ist Fiktion, Fantasie, Computeranimation - oftmals sehe ich beim Betrachten solcher Filme, auch wenn sie etwas heftiger sind, das Ganze aus der Sicht des Kameramanns oder Regisseurs, denn ich weiß, es ist nicht wirklich. Die Bugs in "Starship Troopers" - es hat mich nicht berührt. Monster im Wald, Freddy, Zombies, Borgs und wie sie alle heißen - reine Fiktion ...

Aber das jetzt - allein die Art, wie Bruno Ganz spricht, so brutal und abartig - die Schauspieler sind perfekt, der Film über diese wahren Begebenheiten ist beklemmendst inszeniert - und der zweite Teil muss ja noch heftiger werden heute.

Gestern hab ich (lacht mich ruhig aus ;) ;) ) nach einiger Zeit der Glotze den Rücken gekehrt und meine "Vital"-Zeitschrift gelesen. Und versucht, diese grausame Stimme und die ganze Akustik auszublenden.

Heute werde ich mit Sicherheit NICHT mehr mit gucken - mich macht das aggressiv, verrückt, ich krieg Angst - kann das nicht wirklich erklären, aber beim Thema Krieg/Kriegsfilme fliegen bei mir ein paar Sicherungen raus. Das Schlimmste überhaupt ...

Ich weiß nicht, wie es bei Euch war - habt Ihr in der Schule auch all diese Filme schauen müssen wie "Die Brücke" - und Bücher lesen müssen wie "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", "Damals war es Friedrich" etc? Um nur einzelne Beispiele zu nennen. (Was die Kriegsfilme betraf - durfte man auch rausgehen, aber welcher Schüler wollte sich schon die Blöße geben...)

Wir sind mit dem Thema Drittes Reich absolut vollgestopft worden in Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde. Manches hab ich damals auch noch privat gelesen. Z. B. ein Buch, das von Hitlers Leibarzt verfaßt worden war und detailliert seine täglichen Befindlichkeiten und Zipperlein wiedergibt.

Auch hatte ich einmal die Gelegenheit, in dieses unglaublich abartige  von H. selbst verfaßte Buch hineinzulesen, das während der Naziherrschaft in jedem Bücherregal stehen mußte ... schockierend, ein Einblick in eine absolut kranke Psyche.

DAS ist Horror - nicht Freddy oder The Cube - sondern die Vorstellung, dass dieser irre Mensch so viele Menschen beeinflussen und so viel Leid verursachen konnte.

Und ich kann das alles nicht mehr ab. Rein zur Info diesen Film anschauen - und aus Verpflichtung der Vergangenheitsaufarbeitung heraus - nein. Es tut mir leid ...

bitte nicht falsch verstehen, ich will hier nicht suggerieren, daß man das Thema Nationalsozialismus und all seine Folgen totschweigen, verharmlosen oder vergessen sollte. Ganz und gar nicht. Aber für mich ist Krieg generell eine so grauenhafte Vorstellung, daß ich die dargestellten Szenarien nicht ertragen kann. Auch wenn manche Menschen das nicht verstehen, es einfach anders sehen (ich hatte gerade auch eine sehr interessante Diskussion darüber mit meiner Kollegin hier, die den Film auch mitverfolgt )

-  wenn es ihnen gelingt, das distanzierter anzuschauen, um sich mit dieser Vergangenheit auseinanderzusetzen, dann finde ich das gut und bewundernswert. Aber ich kann es nicht.



Die CDs waren übrigens  schon da, als ich gestern abend heimkam *freuhüpf* - und ich sag Euch - diese Vokalmusik ist ja eine tolle Sache ... Vaughan Williams, all seine Symphonien auf 6 CDs, wir haben sofort eine davon angehört gestern abend. Mitreissender, kraftvoller Gesang und schöne Melodien - begeisternd!

Ausserdem hatte ich mir noch bestellt:

Xandria - "India" (2005)

After Forever "Invisible Circles" (2004)

bin schon total gespannt :) Beides wunderschöne Frauenstimmen - Gothic Metal, ein bisschen gruntig singen die After Forever schon, aber solange es nicht überhandnimmt ;) dieser Kontrast hat auch was, find ich.

Nun muss ich aber mal weiterschaffen ...



... wünsche Euch einen erfüllten Donnerstag :)

Ocean 20.10.2005, 10.58 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachdenkliches

Werte? - Kain und Abel - Der Mensch hat die Wahl ... (J. Steinbeck)

Für mich ist das Folgende ein Schlüsselgedanke, an dem ich mich gerade in schwierigen Phasen oder wenn ich an mir selbst zweifele und extrem subjektiv reagiere,  wieder hochziehen kann:

"You can make of yourself anything you want. It's up to you. A man
has a choice. That's why he's different from an animal."

(East of Eden - John Steinbeck)

"Jedem Menschen ist es überlassen, aus sich zu machen, was er will. Bei ihm selbst liegt die Entscheidung. Dadurch unterscheidet sich der Mensch vom Tier..."
(orig. dt. Übersetzung - Jenseits von Eden)



Ja - wir haben die Wahl. Viel zu oft vergessen wir das. Sicher gibt es Umstände, die es uns schwierig machen, im Leben vorwärts zu kommen und uns selbst geregelt zu kriegen.

Aber die Erkenntnis, dass wir "können" - gibt uns zugleich Freiheit und nimmt uns Druck. Und weist uns den Weg zu der Kraftquelle in uns selbst.



In der Geschichte von Kain und Abel gibt es eine Stelle, die üblicherweise so übersetzt wird:

"Da sprach der Herr zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick? Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie."

Es gibt jedoch auch alte Fassungen, in denen gemäß dem hebräischen Wort "timshal" die Formulierung lautet:

du kannst über sie herrschen.

Dies ist die Grundlage für den o.g. Text. Ich finde das faszinierend und schön, da es uns zugleich die Möglichkeit gibt, zu handeln, und die Freiheit - aber ohne den Zwang des "du sollst".

Ich lese gern ab und zu mal in der Bibel, und das steht für mich nicht im Widerspruch zu meinen früheren Einträgen wegen den Zweifeln, und meiner Schwierigkeiten, überhaupt irgendetwas zu glauben.

Das neue Testament enthält so viele simple Anregungen für ein erfülltes Zusammenleben zwischen den Menschen  und für den einzelnen, um Frieden in seiner Seele zu finden.



Und wenn man sich einfach ab und zu mal die 10 Gebote in Erinnerung ruft, so ganz simple Sachen wie "nicht ehebrechen", "nicht töten", "kein falsches Zeugnis reden" - das kann sicher nicht schaden.

Denn ich habe immer öfter das Gefühl, dass in unserer Wegwerfgesellschaft auch moralische Werte dem Wegwerfen anheimfallen! Und dass Menschen Dinge tun, die sowas von konträr zu den Grundprinzipien des erfüllten sozialen Zusammenlebens sind, dass ich das nicht mehr nachvollziehen kann -

und ich bin bestimmt kein Moralapostel im negativen Sinne ;) aber die Menschen schaden sich damit oft auch selbst .. und ebenso unserem Gesamtgefüge, das nunmal auf diesen christlichen Werten aufgebaut ist.



So, das waren meine Gedanken zur Wochenmitte *g* ich wünsch Euch einen schönen Restmittwoch!

Ocean 19.10.2005, 14.19 | (11/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachdenkliches

Umfrage / Lyrikecke

An dieser Umfrage zum Thema Bloggen hab ich schon letzte Woche teilgenommen - hab ganz vergessen, das hier reinzustellen:


Wie ich blogge?!

Außerdem habe ich mich heute endlich wieder bei der Lyrikecke angemeldet. Dort war ich bereits Anfang 2000 Mitglied gewesen und auch mit Gedichten in einer Buchveröffentlichung dabei. Durch das Bauen verlor ich das aus den Augen - mein Account war zu lange inaktiv und wurde gelöscht.

Lyrikecke - Lyrik-Linkliste

Ocean 19.10.2005, 11.20 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Internet

Die Ritter ....

... der Tafelrunde haben uns gestern wieder mal voll in ihren Bann gezogen ...

Den Zauberspruch ... den hatten wir noch im Kopf, von früheren Excalibur-Abenden :

"Anál nathrach, orth’ bháis’s bethad, do chél dénmha" (alt-irisch)

-- "Serpent's breath, charm of death and life, thy omen of making." --


( von der Page "
Merlins Charme of Making" )

einfach ein absolut toller Film. Steigert sich immer mehr auf sein tragisches Ende hin, wo Arthur von Mordred erstochen wird und dieser selbst durch den Stahl stirbt, vor dem Hintergrund  der blutroten Sonne - und Parsifal obliegt es, das Schwert Excalibur wieder der Dame des Sees zu übergeben, die es bewahren wird über die Zeiten ...

(dabei muss ich immer an "Lady of the Lake" von Rainbow denken ...)

so voll mythischer Bilder und Symbole, intensiv in Stolz, Hingabe und Vertrauen, in klaren Werten - die aber bedroht sind durch Habgier, Verirrungen der Leidenschaft und Rachsucht ... die Affäre zwischen Gwennhyfar und Lancelot löst letztlich den Zerfall der großen Einheit aus, die Arthur geschaffen hatte ... 

Eine geniale Filmmusik dazu, vorwiegend Wagner, und "O Fortuna" aus Orffs Carmina Burana. Muss mich mal mehr mit Parsifal beschäftigen.

Ist ja auch das Thema von M. Zimmer Bradley's "Nebel von Avalon", ein phantastisches Buch ... die Schreibweise der Namen werfe ich oft durcheinander, sie unterscheiden sich ja auch in den Überlieferungen.

Mich berühren immer wieder diese Worte Merlins...

ich fühle meine Kraft schwinden ... eine neue Zeit ist angebrochen, in der kein Platz mehr sein wird für die alten Götter, und für Menschen wie uns ...

sie werden im Nebel verschwinden, dennoch leben sie weiter, in unseren Träumen ...

Verzweifelt suche ich den Soundtrack auf CD im Netz - unmöglich. Nur im Ausland bzw. USA.. und das ist mir dann doch zu aufwendig. Muss mal unsere LP-Kästen durchstöbern, da müßte er noch dabei sein ... wahrscheinlich total knisternd, aber ich möchte diese Musik unbedingt wieder hören, sie packt mich total.

Kein Wunder - Wagner höre ich total gern. Erinnere mich noch gut an die "Walküre"-Aufführung in Stuttgart, leider eine sehr moderne Inszenierung - zu modern, wie ich finde ... Wotan in Hosenträgern, Whisky trinkend und Fernsehen schauend, das muss echt nicht sein ... aber der ganze "Ring" ist einfach nur genial, find ich.

Danach spielte Walter mir noch Vokalmusik vor, u.a. von Ralph Vaughn Williams - das packte mich auch sofort.... paßte total zu Excalibur. Ja, und nun ist eine Bestellung bereits unterwegs ... ich freu mich auf die CDs :)



Und nun muss ich weitermachen ... heut nur ein kurzer lieber Gruss an Euch, bin voll im Stress - morgen wieder mehr :) ich wünsch Euch einen schönen Dienstag!

Ocean 18.10.2005, 13.55 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Filme

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01.-04.08.08: WE / Playlist mit Reinhörtipps / Filmtipps: Reifeprüfung, Roter Drache, Hot Shots, Rain Man .. Gewitter - Blitz-Fotos / Angst vor Gewitter? / Wie kocht bzw. eßt Ihr ? (Fertiggerichte, Bio?)




Du bist mein Land,
ich deine Flut,
die sehnend dich ummeeret;
du bist der Strand,
dazu mein Blut
ohn Ende wiederkehret.

An dich geschmiegt,
mein Spiegel wiegt
das Licht der tausend Sterne;
und leise rollt
dein Muschelgold
in meine Meergrundferne.

(Ch. Morgenstern)

"Zwischen Dir und dem
Horizont liegt das Leben."


sonne.gif

.. genieße das Glück des
Augenblicks bewußt,
und bewahre ihn in
Deinem Herzen, so daß
Du jederzeit zu ihm
zurückkehren kannst.

Alles Erlebte ist Dein,
für immer. Deine Vor-
stellungskraft trägt Dich
überall hin, und Dein
Wille macht scheinbar
Unmögliches möglich.

Leben - unterwegs sein
auf Deinem eigenen
Lebensweg... gesegnet
mit der Kraft, auch die
schmerzlichen Wege
aufrecht zu gehen.

Die Quelle der Kraft
liegt im Universum ..
in der Natur ..
in Dir selbst.

(Ocean)



monguckkl2.jpg

"Long hours of loneliness
between me and the sea ...
Should I dress in white and
search the sea, as I always
wished to be one with the
waves - Ocean Soul ... "

(Nightwish)


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"Man kann ohne Hund leben,
aber es lohnt sich nicht"
(Heinz Rühmann)



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"Sail away to Avalon
The journey has begun
Sail away through the night
Sail away, never die
The gods are at your side..."
(Ayreon)

















Das Dasein ist köstlich.
Man muß nur den Mut
haben, sein eigenes Leben
zu führen.
(P. Rosegger)




Abendwolken

Wolken seh ich abendwärts
Ganz in reinste Glut getaucht,
Wolken ganz in Licht zerhaucht,
Die so schwül gedunkelt hatten.

Ja! mir sagt mein ahnend Herz:
Einst noch werden, ob auch spät,
Wann die Sonne niedergeht,
Mir verklärt der Seele Schatten.

(Ludwig Uhland)



Ein Rot, das traumhaft dich
erschüttert -
Durch deine Hände scheint
die Sonne.
Du fühlst dein Herz verrückt
vor Wonne
Sich still zu einer Tat
bereiten...

(aus: "Ein Konzert" von G. Trakl)



Monsterchen :-)



Mit einem kurzen Schweifwedeln
kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken,
als mancher Mensch
mit stundenlangem Gerede.
(Louis Armstrong)




... ich bin ein Couch-Potatoe :)

"We are a particle in the
ocean,
lost and safe
like a tear ..."

(Eloy - "Ocean")










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