
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Erinnerungen
Fotos / Gebet eines älter werdenden Menschen / Erinnerungen an die späten ...
.... Achtziger und einem schicksalhaften Abend auf dem Weg zu mir selbst ...
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Dieses hier bekam ich heute morgen von meiner Kollegin - und ich denke mal, da wir alle älter werden, ist es allemal lesenswert ;)
"Gebet eines älter werdenden Menschen
O Herr, bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema
etwas sagen zu müssen.
Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch),
hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.
Bewahre mich vor der Aufzählung endloser
Einzelheiten und verleihe mir Schwingen,
zur Pointe zu gelangen.
Lehre mich schweigen über meine Krankheiten
und Beschwerden. Sie nehmen zu,
und die Lust, sie zu
beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.
Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen,
mir die Krankheitsschilderungen anderer
mit Freude anzuhören, aber lehre mich,
sie geduldig zu ertragen.
Lehre mich die wunderbare Weisheit,
dass ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich.
Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete
Talente zu entdecken, und verleihe mir o Herr,
die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.
- (Teresa von Avila (1515 ? 1582) -
Zur Erklärung - ich war nicht ganz so nah an dem Schwan dran, wie es aussieht (Zoom ;) ) und gefaucht hat er wegen dem Hundi, obwohl das mit Walter schon ein gutes Stück weg war - der Schwan kam auf uns zu, als ob er uns angreifen wollte .. diese Vögel haben's in sich, mich hat schon mal einer gebissen!
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Lila Blume ;) ich weiß, jemand von Euch hat mir schon mal gesagt, wie die heißt. Ich kann es mir einfach nicht merken ...
Ach ja - muß Euch einfach mal wieder sagen, wie viel Spass das Bloggen, Bloglesen und Kommentieren bei Euch macht :-) *knuddel*
Man bekommt Inspirationen, erkennt sich wieder oder kann dazulernen - es ist einfach eine Bereicherung des Tages, und wenn ich nicht so dazu komme zeitlich (momentan haben wir konstant viel Arbeit, der "Jahresende-Streß" fängt früh an ;) ) dann fehlt mir was.
Erinnerungen geweckt hat heute Bea, und dann Crook mit ihrer Frage im Kommentar ..
an die zweite Hälfte der Achtziger. Ich ging noch zur Schule - und war in der Zeit emotional ziemlich mies drauf. Nicht nur ständig Krach daheim, sondern auch genereller Selbsthass, eine schmerzhafte platonische Verliebtheit in einem Mann, der mein Vater hätte sein können, eine Depriphase und Selbstmordgedanken jagte die nächste.
Ein Gefühl der absoluten Sinnlosigkeit - ich war unfähig, mein Leben zu leben, rauszugehen, das zu tun, was andere junge Leute auch taten - Vereine, fortgehen, sich mit Gleichaltrigen treffen (klar, ich hatte zwar Freundinnen und auch eine beste Freundin im Ort, die ähnlich frustriert war *lach - das klingt rückblickend irgendwie schräg ...) -
und wenn ich mich dazu zwang, z.B. Politik-AG, Theaterkurs, Punkkonzerte im Jugendhaus, Parties etc .. dann hatte ich doch das Gefühl, völlig fehl am Platz zu sein unter all den unbeschwerten selbstbewußten coolen Leuten... dazu noch meine Schüchternheit und daß ich mich von selbstbewußten Menschen extrem leicht habe einschüchtern lassen - und dann sofort alles in Haß umschlug.
Rotwein, Rauchen .. brachten nicht wirklich was, logischerweise, und ich hatte dauernd mit Panik-Attacken zu tun, auch an Orten, wo ich eigentlich gern war. Ich war in mir selbst einfach nicht zuhause. An einem solchen grausamen, seelenabtötenden Abend allein daheim - hielt ich es nicht mehr aus...
Mit einer Freundin, die schon den Führerschein hatte, waren wir zu der Zeit schon desöfteren in der Retro-Disco ca 30 km von uns entfernt gewesen, ein Relikt aus den 70ern, total super, und genau die Musik, die wir damals hörten - das ganze drogenschwangere Hippie-Zeug aus den späten 60ern und 70ern eben, Doors, Sweet Smoke, Iron Butterfly, Rainbow, Deep Purple, Uriah Heep, Procol Harum, It's a beautiful Day .. etc. Ich war gern in der Disco - aber die Panik war leider immer mit dabei - allein schon im Auto mitfahren war mit Angst verbunden. Ohne Tabletten ging das gar nicht.
An besagtem Abend also, als das miese Gefühl wieder mal überhand nahm, und ich ausserdem noch Krach mit meiner besten Freundin hatte - schnappte ich mir kurzerhand meine Tasche, sagte meiner Mom, dass ich noch fortgehen würde und zwar mit Bus und Zug (eine halbe Weltreise war das ohne Auto von uns aus) in die Disco.
Innerlich zitterte ich vor Angst - wußte aber, wenn ich nicht endlich was tue, mich all dem stelle, rauskomme - aus eigenem Antrieb, dann gehe ich noch drauf, weil ich mich selbst so verabscheute.
Ich war total früh dort - es war noch hell draussen, egal - ich hockte mich erst mal auf die Bank am Rand der Tanzfläche und liess die Situation auf mich wirken - ich war tatsächlich allein losgezogen - und auf einmal war die Depri, die mich wochenlang verfolgt hatte, verschwunden.
Die ersten Leute wagten sich auf die Tanzfläche, ich dazu ... und es wurde der geilste Abend seit Ewigkeiten. Gefühle von einer Intensität, freigesetzt durch die Musik und das berauschende Gefühl, einen Schritt aus dem inneren Käfig heraus in die Freiheit gemacht zu haben .. auch wenn ich wußte, ich war deswegen nicht mit einem Schlag frei von allen Ängsten, aber es war ein Schritt, und an dem Abend war einfach alles egal ... nur tanzen, rumflippen, in der Musik total aufgehen - Musik als Katalysator. Tanzen zu dem Endlossong von Iron Butterfly "In a gadda da vida" oder "Waiting for the Wind" von Spooky Tooth .. nur zwei Beispiele.
Ich lernte an dem Abend mehrere Jungs kennen (wobei ich mich aber schon immer besser mit Jungs bzw. Männern hab unterhalten können, als mit Frauen, und da leichter Kontakt gekriegt habe) - mit einem davon war ich später zusammen, eine Art Seelenzwilling, mit denselben Ängsten, wir haben nächtelang draussen gesessen und endlos geredet und uns immer wiedererkannt ... zu sehr vielleicht ...
Gegen halb zwei machte die Disco zu, und ich - hatte natürlich den letzten Bus bzw. Zug sausen lassen. Heimfahren lassen wollte ich mich von niemandem, also bestellte ich mir ein Taxi. Das kostete damals eine Unsumme (die meine Mutter dann zahlen musste *lach* ich hatte natürlich kein Geld mehr ... aber sie war froh, daß ich es so gemacht hatte und mit niemand Fremdem mitgefahren bin) - aber es war es wert. Ab dem Abend ging es steil aufwärts - und mein Weg führte mich zurück in ein lebendigeres Leben.
.. anscheinend ist das bequem .. sie liegt oft so da unter dem Rattan-Blumentischchen ;)
Ich wünsch Euch einen schönen Donnerstag :)
Ocean 17.10.2007, 17.28 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Daheim - Wurschteln / Erinnerungen Südfrankreich und die Doors / Fotos Monsterchen, Sonnenuntergang
Bettel-Monsterchen (heute mittag - ich bin gerade dabei,
ihr Futter zu machen ... - Größer - bitte aufs Bild klicken :)
Danke Euch für all Eure Kommentare
Auf jeden Fall dreh ich gegen später bzw. morgen noch eine Blogrunde ;) hatte eigentlich vorhin schon an den PC wollen -
aber es ist immer dasselbe. Bin daheim - es regnet - und ich sehe tausend Dinge, die ich machen oder umorganisieren könnte (und unsere Baustellen bieten natürlich auch jede Menge Betätigungsfelder *g*).
Also erst mal die stapelweise rumliegenden CDs soweit wie möglich wieder nach dem ABC einsortiert (brauche dringend einen neuen CD-Schrank - es sind eindeutig zu viele, meine Sammel- bzw. Musikleidenschaft nimmt manchmal wirklich überhand ;) ) -
ein paar davon in die Medienbibliothek des PC gespeichert, Videos und DVDs aufgeräumt, überall abgestaubt *hatschi* - und den PC-Tisch, auf dem sich schon alles Un-Mögliche angesammelt hatte, neu organisiert. Aktivboxen umgestellt (jetzt ist der Sound viel besser) -
und auch sonst noch so diverses Zeugs in und ums Haus erledigt, z.B. trockene Rosenblüten abzupfen und Chrysanthemen und Astern pflanzen ...
und so geht die Zeit rum wie nix, vor allem wenn man erst mal bis halb 10 gepennt hat ;) und auch noch große Hunderunden drehen will. Dabei wurden wir allerdings ganz schön nass ... wie man am Hundi ja noch sehen kann, obwohl schon abgerubbelt.
... aus sonnigeren Zeiten (letztes Wochenende ;)) )
Musik .. ist ein guter Erinnerungsträger und bringt Vergangenes zurück, als wär es gestern gewesen ..
In dem CD-Secondhand-Shop bin ich .. mal wieder .. fündig geworden - ausser einer "Best of" von Foreigner, und der "Best Moves" von Chris de Burgh (so nach und nach krieg ich all meine Knister-Lieblings-LPs auch auf CD ;) ) hab ich die "Best Of .." Doppel-CD von The Doors entdeckt .. und konnte nicht widerstehen.
Retro-Trip-mäßig läuft die jetzt rauf und runter ...
und trägt mich in der Erinnerung zurück in den Sommer 1989, als ich mit meiner Freundin und einem Frankreich-Zugticket unterwegs war in Südfrankreich .. mit unbekanntem Ziel, nur die Richtung war klar: Süden und ans Meer.
Unser erster Halt war, soweit ich mich erinnere, in Bordeaux - dort wurden wir erstmal von einem Taxifahrer abgezockt, der uns wild in der Gegend rumfuhr (Umwege natürlich) und abkassierte ...
der Campingplatz dort behagte uns nicht .. also irgendwie zurück zum Bahnhof und weiter .. ich vergaß zwischendrin auf dem Bahnhof meine Tasche mit Fahrkarte, Ausweis, Geld etc., und meine Freundin stoppte den Zug (der eigentlich schon fahren sollte) solange, bis ich mit viel Glück die Tasche bei der Bahnhoftoilette *gg* wiederfand - zum Glück hatte der Schaffner ein Einsehen mit uns Chaos-Mädels gehabt ..
dann gerieten wir irgendwie in ein Kaff namens "Facture" (das heisst auf Deutsch "Rechnung" ;) ) wo wir, weil es schon spät am Abend war, notgedrungen auf dem Mini- und megaätzenden Campingplatz unser Zelt aufschlugen. Total genervt - Mücken ohne Ende - hässliche Umgebung, nur kalte Duschen ..
ich wollte bloß noch heim (war zu der Zeit frisch verliebt und dachte nur, warum vergeude ich hier meine Zeit, anstatt bei meinem Schatz zu sein ... totale Sehnsucht) und wir waren völlig demoralisiert. Viel geschlafen haben wir nicht in der Nacht.
Am nächsten Morgen wieder zum Bahnhof und weiter - mit dem nächsten Zug Richtung Süden (er fuhr bis zur spanischen Grenze - Irun - ) ... und dann war das Glück uns hold *g* - wir lernten im Zug zwei nette Holländerinnen kennen und beschlossen, gemeinsam mit denen einen schönen Campingplatz zu suchen.
Der Ort Labenne (ca 20 km oberhalb von Biarritz, hab eben erst mal über G**gle-Maps suchen müssen *g*) erschien uns passend, also stiegen wir dort einfach mal aus, und schauten uns auf dem Bahnhofsvorplatz um.
Und .. fast schon klischeemäßig - hielt sofort neben uns ein Typ in einer uralten Ente an und fragte, ob er uns helfen könne... und ja - er kannte mehrere gute Campingplätze fast direkt am Meer.
Da in die Ente nur jeweils zwei Personen mit Gepäck reinpaßten, fuhr er erst die Holländerinnen, die dann schon mal für uns alle einen Platz auf einem wirklich schönen weitläufigen Campingplatz in einem Kiefernwald klarmachten - und holte dann uns ab.
Vertrauen? Mißtrauen? Wir haben immer auf unsere Instinkte gehört - und es ging nie schief ...
Und dann ... wurde es ein einfach genialer Urlaub .. mit Spaghetti aus der Dose, Babel-Billigwein "Babbel", Gitanes Mais und Gauloises Blondes, Schwimmen, Sonnenbrand und Strandwanderungen am Atlantik entlang, Abende in der Campingplatzdisco und diversen Fluchtaktionen vor aufdringlichen Franzosenjungs -
solange, bis wir zwei gleichaltrige und sehr nette Münchener kennenlernten, die ihr Zelt neben unserem aufschlugen und mit denen wir dann viel Zeit verbrachten.
Was zum rauchen hatten sie natürlich da .. und - das Best Of - Album von den Doors lief so ziemlich jeden Abend.
Wir tauschten auch Adressen aus - und bekamen tatsächlich kurze Zeit nach dem Urlaub Post aus München - mit einer Kassette, auf die sie uns dieses Album aufgenommen hatten :-))
Na wenn das nicht Grund genug ist - sich endlich mal die CD zuzulegen .. ;)
und so träume ich jetzt ein bisschen zu "Spanish Caravan", "Crystal Ship", "People are Strange", "Riders on the Storm", "Strange Days", "Waiting for the Sun" und "The End" .... ist das wirklich schon fast 20 Jahre her ...
So verbringt das Hundi am liebsten den Mittag .. auf ihrem Sessel schlafend. Ein gutes Prinzip ;)
Gleich kommt Walter heim ... also stell ich das mal online und wünsch Euch einen schönen Abend und schon mal einen guten Start ins Wochenende :)
Ocean 27.09.2007, 18.34 | (13/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Scrabble / Justiz / Fotos / Gimme5: Eltern, Erziehung / Erinnerungen, Rückblick bis in die Kindheit
EDIT - NACHTRAG:
Gerade bei Falk entdeckt, und fand es sehr originell:
Mein Wort ist zwar kein erfreuliches, und ich muß mich leider aktuell mit der ihm innewohnenden Problematik rumschlagen *gg* - aber das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Pholph's Scrabble Generator![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() My Scrabble© Score is: 65. What is your score? Get it here. |
Ursprünglich hatte ich es mit "Lohnsteuerdurchführungsverordnung" probiert - Score 55 - aber dies ist noch effektiver ;) Macht auf jeden Fall Spass, da rumzuprobieren.
Den Vogel abgeschossen hat bisher Trick 17 - Evi ... wow :)
Enten auf dem See - Größer- bitte aufs Bild klicken :)
Ist das grau draussen. Und Kopfweh hab ich auch - von der lästigen Sorte, wo Tabletten nicht helfen. Seufz. Naja, geht alles vorbei *gg*
Also nicht unnötig nachdenken *g* ... und am besten auch nicht mehr an das hier denken, worüber ich gestern im TV einen Bericht gesehen hatte, zufällig ...
Uwe K. gesteht Tötung des neunjährigen Mitja
- und zwar unter Hinweis auf die Tatsache, dass der Junge angeblich IHN angesprochen haben soll ... uff.
Bei aller Notwendigkeit, auch bei Verbrechern die "Hintergründe" zu analysieren - für mich hörte sich das im ersten Moment so an, nach dem Motto "Hätte er mich nicht angesprochen, dann ... und ausserdem war ich ja sowieso total betrunken .. und ich schäme mich ja auch ..".
Vielleicht bin ich ja auch nur paranoid, oder habe zu wenig Mitgefühl. Und ich will auch eigentlich nicht schon wieder auf diesem alten Thema rumreiten. Es frustriert mich nur immer wieder, wenn ich sehe, wie solche Täter sich mit jämmerlichen Aussagen rausreden wollen und dann womöglich noch durch ihre Aussagen eine eventuelle Verantwortlichkeit beim Opfer suggerieren. Naja. Da hat jeder seine eigene Ansicht zu, und kann sie auch äußern, und das ist ok so. Ich hoffe, unsere Justiz weiß die Sache richtig zu beurteilen.
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Dann beantworte ich lieber mal die letzten beiden Gimme-5-Fragenkomplexe, ehe ich mich wieder meinen Spezialvollmachten hier zuwende:
29.08.2007 - Eltern
1. Willst Du/hast Du ein Kind?
Nein. Daher kann ich die folgenden Fragen auch nur mit Vorbehalt beantworten.
2. Was würdest Du in der Erziehung anders machen als Deine Eltern?
Keine sinnlosen Verbote - Versuchen, nicht meine eigenen Launen an anderen auszulassen - weniger Strenge walten lassen - zusehen, daß die Kinder zumindest einen Teil von dem haben, was "modern" ist und was sie brauchen, um nicht in der Schule ausgelacht zu werden.
3. Ist es toll, jung Eltern zu werden, oder besser, älter zu sein (über 30)?
Hat sicher beides Vor- und Nachteile. Vielleicht hat man, wenn man jung ist, mehr Power für die Erziehung, und macht sich noch nicht so verrückt, wegen allem - und ist dann den Kindern auch "näher".
4. Strenge oder antiautoritäre Erziehung?
Keinesfalls antiautoritär, aber auch nicht unnötig streng. Versuchen, eine klare und akzeptable Linie reinzubringen. Und dem Kind Geborgenheit vermitteln und das Wissen, daß es geliebt wird.
5. Den Spruch “Die andern dürfen aber auch!” hat wohl jeder schonmal gesagt oder als Eltern gehört: Was haben Deine Eltern dazu gesagt? Was sagst Du zu Deinem Kind?
Meine Eltern hat überhaupt nicht interessiert, was andere dürfen. Sie haben mir viel verboten, was andere durften, wenn sie es für nicht gut oder nicht notwendig erachteten. Dann wieder haben sie mir Dinge erlaubt, die mich erstaunt haben ... Ich durfte z.B. schon relativ früh "XY ungelöst" angucken. Oder lange aufbleiben, abends noch mit meinem Vater schwimmen gehen ... Und gegen meine Tramperei später hat auch nie jemand was gesagt ..
Ich vermute, daß heutzutage die Pädagogik und Psychologie bzw. das entsprechende Wissen auch bei vielen jungen Eltern schon weiter ist, moderner - neue Erkenntnisse, die man in den Siebzigern oder früher einfach noch nicht hatte.
Ich würde versuchen, dafür zu sorgen, daß mein Kind kein Außenseiter wird, würde aber in Extremfällen schon auch Verbote aussprechen. Ein "goldener Mittelweg" (der sicher nicht leicht zu finden ist ..)
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22.08.2007 - Rückblick
1. Vor 1 Jahr?
2006 - waren wir gerade an der Nord- und Ostsee unterwegs, das Wetter war zwar trocken, aber sehr kühl und stürmisch, auf Fehmarn bis Windstärke 11.
2. Vor 5 Jahren?
2002 - waren wir hauptsächlich auf der Baustelle zugange, den Rohbau müßten wir schon fertiggestellt gehabt haben ... Und ein Junghund wuselte zwischenrum und genoß die "Action" beim Bauen ;)
3. Vor 10 Jahren?
1997 ... hmmm. Kein Plan .. Mitte 90 ist irgendwie ein dunkler Fleck in meiner Erinnerung. Ich vermute, wir waren in Südfrankreich zelten (Valras Plage) - ansonsten... abends meistens fortgegangen, am Wochenende lange Nächte ... auf der Burg oder sonstwo draussen ... und bei mir viel innere Unsicherheit und Selbstzweifel. Depri-Phasen. Müßte mal in mein Tagebuch aus der Zeit schauen.
4. Vor 15 Jahren?
1992 - haben wir unseren Umzug Richtung Heidelberg organisiert. Walter hatte, soweit ich weiß, bereits mit seinem Studium dort begonnen, und ich suchte in HD einen Job, den ich dann auch bei einer Ingenieurfirma fand.
5. Weisst Du noch etwas über Deine Kindheit? Wenn ja, was?
Ich weiß sehr viel, hab ja auch schon früh mit Tagebuchschreiben angefangen. Nur ein paar Stichworte .. das sprengt sonst den Rahmen:
- Wir hatten immer Kaninchen und einen Vogel *g*, ausserdem einen Laubfrosch, Aquarien, und zeitweise auch Blindschleichen im Terrarium, die richtig "zahm" wurden, Futter aus der Hand nahmen, und sich gern bei meinem Vater und bei mir im Ärmel oder auf der Schulter verkrochen. Die meisten meiner Freundinnen fanden diese Tiere nicht so niedlich, wie ich ;)
- Die Grundschulzeit war ziemlich ätzend (Mobbing durch Mitschüler, und weit mehr, als das ..)
- als ich ca 2 oder 3 Jahre alt war, sah ich, wie meine Grosseltern, die bei uns zu Besuch waren, auf der Gartenbank rücklings umkippten, und ich erschrak fast zu Tode darüber und rannte ins Haus, um meiner Mutter Bescheid zu sagen. Nachher lachten alle *gg* war also nicht so tragisch gewesen.
- wir waren immer viel in Urlaub und auf Ausflügen unterwegs, und es gibt stapelweise Fotoalben (die ich jetzt noch gern anschaue)
- ich hatte regelmäßig Alpträume von Katzen, die mich bedrohten, und von schwarzen Löchern in den Zimmerwänden
- als kleineres Kind hab ich gern die Tapete neben meinem Bett von der Wand gepuhlt *g*
- ich habe Stoffkatzen gesammelt, und Geschichten über eine Katzenfamilie geschrieben
- ich wollte und ging auch nicht in den KiGa (evt. ein Fehler .. da hätte ich früh eine Chance gehabt, meine Schüchternheit und Zurückhaltung abzubauen, und wäre in der Schule mit den anderen auch besser zurechtgekommen, hätte mich vermutlich eher wehren können .. vermutlich.)
- Daumen gelutscht hab ich, bis die Schule anfing (und ich mich nicht blamieren wollte)
- gelesen und gesungen hab ich als Vorschulkind sehr gerne, und konnte mich wunderbar alleine beschäftigen.
Am liebsten hab ich mir unter Schreibtischen Verstecke gebaut
- Sonntag morgens durfte ich immer ins "große Bett" zu meinen Eltern. (Als ich noch klein war, natürlich *g*) Das fand ich herrlich.
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So müde bin ich in etwa jetzt auch ;) Aber es hilft nix ;) ich wünsch Euch schöne Stunden und alles Gute :-)
Ocean 29.08.2007, 09.49 | (18/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Danke :-) / Urlaub verfliegt ... / Termin Zahn-OP / Kindertagebuch, Fotos II / Im Death Valley

"Dickbacke" Monsterchen auf dem Rücksitz meines Autos.
Habt vielen lieben Dank für all Eure netten Kommentare zu dem Kindertagebuch und den Bildern, und für Euer Interesse - das freut mich sehr :-)) Diese Erinnerungen sind mir unheimlich viel wert (und meiner Mutter natürlich auch) und gern zeig ich in nächster Zeit noch ein paar Seiten daraus ;)
Urlaub .. und die Zeit verfliegt viel zu schnell .. wie immer. Bin viel unterwegs - bei dem Super-Wetter der letzten Tage fast gar nicht am PC, wenn, dann erst spätabends.
Lange Hunde-Runden, jeden Tag mindestens einmal um den See .. Pausen auf den Angelstegen, und die Sonne genießen, Wasservögel beobachten, das Glitzern der Sonne auf dem Wasser und dieser ganz eigene Duft - herrlich. Das ist Erholung pur!
Ansonsten ein paar Besuche, dann zum Zahn-Doc wegen Vorbesprechung:
Termin für die OP, wo alles auf einmal gemacht wird, ist der 18. April - mit ambulanter Narkose .. nun doch nicht Dormicum, sie hat mir zu Narkose geraten .. bin schon etwas nervös .. schreib ich nochmal separat dazu ;)
Morgen besucht mich meine Freundin, am WE bin ich auch teilweise unterwegs ... und die verbleibende Zeit .. relaxen.
Aber eine Blogrunde mach ich auf jeden Fall noch ;)
Nun noch vier Einzelseiten aus dem Tagebuch ;)

Bei meinen Großeltern, ca. 1972: ich verfüttere Runkelrüben an die Schweine ;) ein Schweineohr (oder Schnauze?) ist ja links auch zu sehen. Irgendwie kann ich mich daran auch noch erinnern .. glaube ich zumindest. Auf jeden Fall hatte ich viel rötere Haare, als heute *g*
... wenn ich bedenke, wie mich dieser Mähdrescher damals fasziniert hat - frage ich mich wirklich, warum ich so lange gebraucht hab, endlich den Führerschein zu machen *ggg*
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1975 auf der Insel Sylt, Strand von Westerland ;) das Meer habe ich schon sehr früh lieben gelernt ...
Und nun zum Abschluß noch ein gescanntes Photo von 1998 -
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im Death Valley, USA, bei über 40 Grad (da waren wir froh um die Klimaanlage unseres gemieteten Chevy ;) und man verzeihe mir den grausigen Strohhut .. aber bei DEM Wetter *gg* ) Ein genialer Urlaub war das ..
Noch ein Nachtrag ... habe hier bei der Sternenwölfin einen sehr lesenswerten und für sich selbst sprechenden Eintrag entdeckt, über unsere Mutter Erde .. daher habe ich ihn einfach mal verlinkt.
Und Nachtrag Nr. 2: bei Babette hab ich einen Link entdeckt, wo man gegen die Tötung von Stieren bei Stierkämpfen in Spanien stimmen kann - das Umfrageergebnis kann, wenn ich das richtig verstanden habe, auch konkret etwas in dem Sinne bewirken. Und Stierkämpfe dieser Art (genau genommen eigentlich alle ...) sind für mich ein extrem rotes Tuch ..ein so sinnloses Töten!
Ein wunderschönes und erfülltes Wochenende wünsch ich Euch, und bis bald .. paßt auf Euch auf :-)
Ocean 29.03.2007, 18.22 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Babyfotos und Kindertagebuch, das meine Mutter geführt hat / Sonne, Spaziergänge, Monsterchen
... ein fertiges Hundi ;)) nach langen Sonnen-Spaziergängen - traumhaftes Wetter, gell? Einmal rund um den See, dann noch durch die Felder .. kurz heim, Essen, dann wieder raus, Weinberge und Ballspielen auf dem Sportplatz ... eben nochmal eine Abend-Runde, und jetzt ist's müde.
Die Sommerzeitumstellung - die ich als solches gut finde, weil es abends länger hell ist - merk ich nicht so, da ich ja nicht arbeiten muss - nur hab ich den Eindruck, der Tag ist schneller rumgegangen irgendwie ;)
Das Wochenende bei meinen Eltern war richtig gut. Endlos geredet, Spaziergänge, in Erinnerungen und in alten Photos gestöbert - ich liebe das sehr! Könnte mir stundenlang Fotoalben anschauen .. auch die ganz alten, von der Familie meiner Mutter ... das finde ich total faszinierend und ein schönes Gefühl. Und ich bin froh über die gute Beziehung zu meinen Eltern.
*g* das war ich, irgendwann im März 1970 ;)) Hab mir ein paar Bilder eingescannt ... leider die ganz alten vergessen, aber die nehm ich dann beim nächsten Besuch mit ;)
Das Monsterchen war ganz hin und weg - sie liebt es, Besuche zu machen und flippt bei der Ankunft immer erst mal total rum. Sobald jemand von uns das WoZi verließ, oder nach oben - oder gar in den Keller ging - fing sie an zu fiepen - richtig zufrieden war sie dann, wenn alle versammelt waren ;)
Meine Mutter hat mir etwas total Schönes gezeigt .. das ich mit ihrer ausdrücklichen Erlaubnis in Auszügen hier im Blog mit Euch teilen darf: Sie hat in meinen ersten Lebensjahren ein Kindertagebuch über mich geführt, teilweise mit Fotos - das fand ich so süß, und ein paar Seiten hab ich schon eingescannt und hochgeladen. Ich hoffe, man kann es gut lesen - auf manchen Seiten fehlen am Rand ein, zwei Buchstaben - aber es müßte gehen.
Ohne weitere Worte ;)))
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Dies ist also der Anfang des Tagebuches ;) 
Ich wünsch Euch einen gemütlichen Abend und einen schönen frühlingshaften Dienstag ;)
Ocean 26.03.2007, 20.38 | (19/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Einen Partner finden - Liebe auf den ersten Blick?
.. habe gerade noch Lust, was zu bloggen, angeregt von Falk's letztem Beitrag in seinem Blog zum Thema Partnersuche.
Einen Menschen bzw. dessen "Kompatibilität" im alltäglichen Zusammenleben vom allerersten Eindruck zu beurteilen, das scheint quasi unmöglich. Zu viele Schattierungen hat eine Persönlichkeit ...
Dennoch gibt es sie, die sprichwörtliche "Liebe auf den ersten Blick" ... bzw. eine Art Instinkt, der genau dann Funken sprühen läßt, wenn sich zufällig zwei Menschen begegnen, die zueinander passen oder gar füreinander bestimmt sind.
Natürlich sind solche Zusammentreffen nicht alltäglich ... und ich bin sicher, auf der Welt laufen viele einsame Menschen herum, deren "Pendant", mit dem sie glücklich werden könnten, an einem anderen Ort ebenso einsam sein Leben verbringt.
Ob sie sich begegnen, oder nicht - Schicksal, Zufall? man kann es nennen, wie man will.
Ich bin meinem "Schicksal" jedenfalls glücklicherweise über den Weg gelaufen - wir sind uns an einem Ort begegnet, wo ich mich nur ganz selten aufhielt, ca 60, 70 km von meinem damaligen Wohnort entfernt -
wir saßen an ein und demselben Tisch, aber nicht lange, ich war später gekommen - sprachen gar nicht miteinander, waren mit unterschiedlichen Bekannten in der bewußten Kneipe -
ich sah, wie er im Begriff war, aufzustehen und zu gehen - und ehe ich den Verstand hätte einschalten können, der mir vielleicht gesagt hätte "Sowas macht man doch nicht, du kennst den doch gar nicht" -
sagte ich zu ihm "Ich kenne dich zwar nicht, aber ich finde dich sehr nett - das mußte ich dir jetzt einfach sagen!" :)
Denn irgendetwas in mir wußte sofort - DER ist es ... einfach so, aus dem Gefühl raus.
Walter meint, er wäre damals ziemlich sprachlos gewesen (was bei ihm was heißen will ;) )
Etwa zwei Monate später waren wir ein Paar - und sind es seit mittlerweile fast 16 Jahren... fest verliebt :-)
Ocean 02.11.2006, 17.03 | (23/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Erinnerungen / Deutsche Texte / Rosenstolz
Erinnerungen ... In unserer Abi-Zeitung geschmökert (was man nicht alles aufhebt *kopfschüttel*) und all die Bilder und Geschichten von damals kamen zurück - sehr gemischte Gefühle ... eine krasse Zeit, viele bittersüße Träume, viel Angst und viel Zorn - ich hab mich selbst auf den Bildern kaum erkannt. Vor allem die Augen - wie unter Dauer-Drogen *g*, nun ja ...
aber das, auf dem ich das "Gretchen" aus Faust darstelle, ist echt der Abschuß *jaul* mit geflochtenen Zöpfen und so nem abgefahrenen Kleid ... kann mich noch dran erinnern - das haben wir auf dem Schuldach aufgenommen, Deutsch-LK, jeder hat eine literarische Figur verkörpert. Nicht die geringste Erinnerung hab ich an die Entstehung des Bildes vom Englisch-LK - obwohl ich mit drauf bin und der Englisch-LK weitaus angenehmer war, als der Deutsch-LK - aber zu der Zeit war ich gedanklich eh überall, bloß nicht in der Schule.
Was wohl die Leute von damals jetzt treiben? flüchtige Neugier, dieser Gedanke - es interessiert mich nicht wirklich, Welten liegen dazwischen. Bei ganz ganz wenigen wöllte ich es wirklich wissen. Ein Gesicht auf den Photos hat mich berührt - ich weiß von meiner Mutter, dass sie wohl Hebamme geworden ist und mit ihrem Mann (und Kindern?) irgendwo in der Mitte von Deutschland lebt. Sie schaut so traurig auf den Bildern ... eine ganz liebe Frau. Bei ihr wüßte ich es wirklich gern.
Nein - die Tagebücher aus der Zeit tu ich mir jetzt nicht auch noch an ... oder??? nö, Wallander lockt doch mehr.
Playlist des Abends: Within Temptation, Rammstein, gerade jetzt Rainbow (Lady of the Lake, Gates of Babylon) und - Rosenstolz. "Königin", "Sex im Hotel", "Lachen", "Laut", "Tag in Berlin", und "Ich geh auf Glas". Hab ich mir ein Tape fürs Auto mit aufgenommen, nebenher ein bisschen geschrieben (meine Handschrift degeneriert immer mehr) oder einfach mitgesungen und getanzt. Ich liebe, liebe, liebe diese Musik ... Rosenstolz ist mit das Größte für mich, und diese Live-DVD mein wertvollstes Teil in dem Bereich. Macht glücklich - löst Gefühle - schmilzt das Eis. Lachen :)
Warum eigentlich Angst haben vor deutschen Texten? Vielen geht das so. Lieber Englisch - versteht man ja eh nicht so, oder kann weghören (was manchmal auch besser ist) - Angst vor der Konfrontation mit den eigenen Gefühlen? Schmalzig? Englisch ist genauso schmalzig, oder noch schlimmer - manchmal noch so banal. Deep Purple z. B. - klasse Musik, aber der Großteil der Texte ist wirklich minimalistisch. Da ist Rainbow schon besser.
Hab mal jemanden sagen hören, nur englische Musik sei "authentisch". Puh ... was geht in solchen Köpfen vor. Wir haben eine so schöne Muttersprache - warum Angst haben vor ihr? ehrlich gesagt kann ich auch diese Anglizismen, die so "cool" sind, nicht besonders ab, vor allem wenn sie zu oft verwendet werden. Haben wir das nötig? ok, ist Ansichtsache ...
Es gibt Texte, die ich auch nicht hören kann, bzw. nicht immer. Hab's dann noch mit Tim Fischer probiert, den ich sehr mag - z. B. "Ein Koffer spricht" (von Udo Lindenberg's "Atlantic Affairs") aber das war mir dann doch zu krass.
Oder "Mein Freund, der Baum" - das wohl traurigste Lied überhaupt. Da schalt ich auch aus. Und auch von Rosenstolz gibt es Songs, z. B. auf der "Herz", die so tief unter die Haut gehen, daß ich es nicht immer abkann...
Jetzt noch Joan Osborne - "St. Teresa" und "Man in the Long Black Coat", zwei absolut geniale Stücke, vor allem letzteres, Gänsehaut ...
"... kein Wort des Abschieds - nicht mal eine Notiz - sie ist gegangen - mit dem Mann in dem langen schwarzen Mantel -
jemand hatte ihn bei dem alten Tanzlokal am Stadtrand rumhängen sehen - er schaute ihr in die Augen - sie hielt ihn an und fragte, ob er tanzen wolle -
sein Gesicht glich einer Maske ... jemand sagte, er würde aus der Bibel zitieren - da war Staub auf dem Mann in dem langen schwarzen Mantel ...
Manche Leute sagen, es gibt keine Fehler im Leben - ja, manchmal ist das wahr - man kann es so sehen ... Rauch auf dem Wasser seit Juni - sie sagte nichts mehr, sie schrieb auch nicht - sie war gegangen mit dem Mann in dem langen schwarzen Mantel ...
Menschen leben nicht - oder sterben - sie treiben einfach dahin ... und sie gab ihr Herz dem Mann in dem langen schwarzen Mantel ... ."
und jetzt raus aus dem kalten Keller und ab aufs gemütliche Sofa. Walter wird demnächst auch heimkommen. Gute Nacht Euch, und einen schönen Start morgen :)
Ocean 22.11.2005, 21.40 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kindertagebuch 1976-78
Hier einfach mal ein Auszug aus dem ersten "Tagebuch", das ich je geschrieben habe: ab 1976, d.h. mit 6 Jahren:
"1. Kapitel - Heute sind wir an der Nordsee gewesen. Wir blieben 2 Wochen da. Wir waren vorher bei Oma und Opa gewesen. Leider war ich, weil ich vorher schon bei Oma und Opa erkältet war, die halbe Zeit erkältet. Aber ich konnte auch baden, aber es war nicht so schlimm, und wir sind mit dem Flugzeug nach Wyk up Föhr geflogen. Da waren wunderschöne rote kleine Muscheln. Es gab auch gelbe und grüne Muscheln. Ich habe jetzt noch welche davon. Dann sind wir per Zug und per Schiff wieder zurück zur Nordsee nach Westerland zu Martinsens.
2. Kapitel - Heute sind wir nach Oberstaufen in die Berge gefahren. Die Berge hatten sehr komische Namen! Zum Beispiel den Seele-Kopf oder das Hochgrat, oder das Hündle. Wir sind mit der Hochseilbahn gefahren. Da wo wir wohnten, war auch ein Schwimmbad gar nicht weit entfernt. Das war aber ein tolles Bad! Da war ein Freibad und ein Hallenbad zusammen!
...5. Kapitel (1978) Diese Nacht habe ich einen schrecklichen Traum gehabt. Ich war in einer Grotte, und in der Grotte waren eklige Figuren, besonders in der dritten Grotte. Ich war mit Mama in der Grotte. Da waren auch ein Krokodil und ein Elefant, und für beide war ein Spruch da, den mußte man sprechen. Ich saß wie festgebannt auf einer Bank. Ich hatte auch gerade meine Schuhe ausgezogen und ich wagte es nicht, sie wieder anzuziehen wegen der komischen Figuren und ich wagte auch nicht, in die dritte Grotte zu gehen." ...
An diesen Traum kann ich mich immer noch gut erinnern - ich hatte ihn oft als Kind, in den verschiedensten Variationen, und immer war es eine extrem furchteinflößende Situation für mich.
Und - in Urlaub fahren fand ich schon als Kind einfach toll :)
Ocean 23.09.2005, 16.48 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Tagebuch 18.01.1990
Eine neue Rubrik hab ich eröffnet: "Erinnerungen". Im Keller stapeln sich in einem großen Karton all meine alten Tagebücher, bis in die Kinderzeit zurück, und daraus könnte ich eigentlich immer mal wieder ein bißchen was hier reinschreiben. Wenn ich morgen abend noch Zeit dafür habe, nehme ich mir den Karton mal vor und stöbere darin - ebenso wie in dem Schuhkarton mit Schul-Zettelbriefchen aus diversen Unterrichtsstunden, die ich neulich bei meinen Eltern entdeckt und mitgenommen habe.
... ein paar Zeilen vom 18.01.1990 - damals war ich 20 und arbeitete bei der Post Spätschicht am Fließband, Pakete einsortieren. Ich lebte in einer festen aber äußerst problematischen Beziehung: Vorsicht, der Text ist zwar entschärft, aber ziemlich heftig - im Zweifelsfall nicht weiterlesen ;)
Hintergrund war, daß mein Vater meiner Entscheidung betreffend eines Studiumbeginns an einer Privatschule nicht akzeptieren wollte - ich erzählte das ziemlich frustriert einer mir nahestehenden Person, die jedoch reagierte genervt und gelangweilt, hatte keinen Bock drauf, sich das von mir anzuhören "immer das gleiche Theater bei dir und deinen Eltern, mich interessiert das nicht, und nun erwartest du auch noch einen Kommentar von mir ..." - so war sie drauf, wenn sie selbst mies drauf war oder zuviel geraucht hatte ...
"Wie macht man das - wie schafft man das, sich diese dicke Haut zuzulegen, von der die Hauptperson in "Drachenblut" (guter Link) schreibt??? Wahrscheinlich bin ich noch zu jung, um das so einfach zu können, vielleicht gehören noch eine ganze Menge an Lebenserfahrungen dazu, bis ich soweit bin, sagen zu können "Mich kann nichts mehr verletzen, mir sind die Probleme anderer gleichgültig, genauso wie anderen meine Probleme gleichgültig sind, und das ist okay, wir halten unsere Probleme aus unseren Beziehungen heraus, und jeder kann die Wände anschreien, wenn er allein ist" ...
eigentlich müßte ich das doch inzwischen kapiert haben, daß meine idealistischen Vorstellungen von einer Beziehung Sch***e sind, und ich mich mit ihnen nur selbst kaputtmache. Erwarte nichts von den Menschen, dann wirst du auch nicht enttäuscht.
Super, daß ich diese Kassette dabei habe, die alte mit a-ha usw.
Ich schaffe es auch noch. Bis jetzt scheint die Gleichgültigkeit, die Bitterkeit, die wohl die Grundlage einer solchen Lebenshaltung sein muss, noch nicht groß genug zu sein. Ich kann mir hundertmal sagen, ich lasse mich nicht mehr verletzen, nicht mehr preisgeben - jedes Mal in den letzten Jahren, wenn ich so blöd war und irgendjemandem meine Gefühle anvertraut habe, ihm einfach erzählen wollte, was in mir vorgeht, und derjenige mich zurückgewiesen hat und mir deutlich gezeigt hat, was für eine Gans ich bin - jedesmal hab ich mir geschworen, jetzt ist Schluss, ich mache alles mit mir selbst aus, meine Idealvorstellung von gegenseitigem Verständnis egal, um was es geht ... egal, ob es für den anderen schwierig zu verstehen ist - einfach dem andern zeigen, daß er nicht allein ist, daß man Interesse an der ganzen Persönlichkeit hat, und an allem, was damit zusammenhängt - alles das wird doch so viel leichter, wenn man es nicht allein tragen muss - eben nicht allein die Wände anschreit - aber ich verfalle schon wieder in die falsche Tonart, immer die gleiche Sch***e.
Nach außen hin die nette, lustige, humorvolle, unproblematische Freundin, Kollegin, Kumpel etc. sein - alles andere ist doch nicht gefragt. Genausowenig wie am Ende irgendjemand nach denen fragt, die es nicht geschafft haben, mit dieser Realität klarzukommmen.
Der Mensch ist nunmal als Einzelwesen angelegt, ein einziges verdammtes Ich in seinem Körper, das nicht oder nur sehr begrenzt über sich hinausgehen kann...
man kann so viel töten in anderen, andere Wesen - warum ist es so verdammt schwer, seine eigenen Gefühle zu töten, wenn sie einen bedrohen und einen sonst womöglich noch selbst töten?
Ist das Verweichlichung, gehe ich zu großzügig mit meinen Gefühlen um, lasse ihnen zu viel druchgehen? ach was weiß ich...
"Sein Gesicht ein Massengrab totgeschlagener Wünsche" (Guntram Vesper)
"You've come to lose some memories... you want to lose the weight of the wind - you're lost and forever down down ..." (a-ha)
Was gibt es eigentlich noch zu sagen, zu schreiben ... Nichts, alles ist nichtig, egal, die Zeit streicht drüber weg, löscht es aus in anderen, vielleicht auch in dir, aber es dauert lange, lange, wie immer - und wenn es dann ins Unbewußte gerutscht ist, machst di die gleiche Sch***e wieder und läßt dich immmer wieder aufs neue und auf die gleiche Art verletzen ...
Möchte jetzt mit R. telefonieren, nachts um viertel nach drei, und sie fragen, ob ich ein Idiot bin, oder einfach nur bescheuert ... Danke für die Nachfrage, ob ich mich jetzt wieder beruhigt hätte. Logisch hab ich mich wieder beruhigt, und was irgendwo tief drinnen ist das ist egal, es kann toben wie es will, ich habe mich beruhigt. Von mir kommen keine Gefühlsregungen mehr, die nicht in diese Spielregeln passen, ich liefere mich doch nicht aus. Irgendwann bin ich eben weg ...
So lange warten, bis alles in toter Gleichgültigkeit versinkt. Fast bin ich soweit. Meine Augen brennen wie wahnsinnig. Ich schlafe jetzt. Mein Alleinsein mit mir ist mir auch fast gleichgültig. Wohl doch nicht so ganz gleichgültig .. warum kann ich kein gefühlloser Trampel sein??? manchmal wünsche ich mir das so. Ich schreibe, um zu fliehen vor mir, meinen Gedanken, meinen Gefühlen, die rauswollen aber nicht rausdürfen. Gleich fünf Uhr morgens inzwischen, hiermit verfluche ich die Gefühle ..."
Zum Glück gelang es mir damals, diese Sache später noch vernünftig zur Sprache zu bringen ... aber es war eben nicht nur einmal der Fall - so etwas in der Art ... und ich bin schon eine ziemlich empfindliche Person *g* wobei ich beim Lesen von all dem ziemlich froh bin, daß es hinter mir liegt und ich daraus lernen durfte. Und daß es zu mir gehört - ein Teil meines Lebens als Ganzes, mit allen Höhen und Tiefen ... ich möchte nichts vergessen, sonst wütet es unterbewußt weiter.
Ocean 23.09.2005, 16.44 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
"Speak the truth .. or make your peace some other way ..."
(Godsmack)




"We are a particle in the ocean ..
lost and safe like a tear ..
we are born and lost in the ocean
where is mercy with our fear?"
(Eloy - "Ocean")


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Du bist mein Land,
ich deine Flut,
die sehnend dich ummeeret;
du bist der Strand,
dazu mein Blut
ohn Ende wiederkehret.
An dich geschmiegt,
mein Spiegel wiegt
das Licht der tausend Sterne;
und leise rollt
dein Muschelgold
in meine Meergrundferne.
(Ch. Morgenstern)
"Zwischen Dir und dem
Horizont liegt das Leben."![]()
.. genieße das Glück des
Augenblicks bewußt,
und bewahre ihn in
Deinem Herzen, so daß
Du jederzeit zu ihm
zurückkehren kannst.
Alles Erlebte ist Dein,
für immer. Deine Vor-
stellungskraft trägt Dich
überall hin, und Dein
Wille macht scheinbar
Unmögliches möglich.
Leben - unterwegs sein
auf Deinem eigenen
Lebensweg... gesegnet
mit der Kraft, auch die
schmerzlichen Wege
aufrecht zu gehen.
Die Quelle der Kraft
liegt im Universum ..
in der Natur ..
in Dir selbst.
(Ocean)


"Long hours of loneliness
between me and the sea ...
Should I dress in white and
search the sea, as I always
wished to be one with the
waves - Ocean Soul ... "
(Nightwish) 
"Man kann ohne Hund leben,
aber es lohnt sich nicht"
(Heinz Rühmann)





"Sail away to Avalon
The journey has begun
Sail away through the night
Sail away, never die
The gods are at your side..."
(Ayreon)



Das Dasein ist köstlich.
Man muß nur den Mut
haben, sein eigenes Leben
zu führen.
(P. Rosegger)

Abendwolken
Wolken seh ich abendwärts
Ganz in reinste Glut getaucht,
Wolken ganz in Licht zerhaucht,
Die so schwül gedunkelt hatten.
Ja! mir sagt mein ahnend Herz:
Einst noch werden, ob auch spät,
Wann die Sonne niedergeht,
Mir verklärt der Seele Schatten.
(Ludwig Uhland)
Ein Rot, das traumhaft dich
erschüttert -
Durch deine Hände scheint
die Sonne.
Du fühlst dein Herz verrückt
vor Wonne
Sich still zu einer Tat
bereiten...
(aus: "Ein Konzert" von G. Trakl)

Monsterchen :-)

Mit einem kurzen Schweifwedeln
kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken,
als mancher Mensch
mit stundenlangem Gerede.
(Louis Armstrong)
... ich bin ein Couch-Potatoe :)

"We are a particle in the
ocean, lost and safe
like a tear ..."
(Eloy - "Ocean")


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