
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Trauriges
Ulrich Mühe - Traurig ... eigentlich wollte ich ...
heute gar nicht bloggen, weil ich so viel zu tun habe. Aber die eben entdeckte Meldung, die hat mich einfach schockiert grad -
Ulrich Mühe, der erst vor kurzem in der Öffentlichkeit bekannt gemacht hatte, daß er Magenkrebs hat (wir haben es im Urlaub zufällig gelesen und da hat es mich schon geschockt), ist bereits am Sonntag verstorben. HIER der Link zum Spiegel-Artikel ..
Ich schaue ja relativ wenig TV, und sehr selektiert. Aber ihn hab ich immer gern gesehen, fand ihn sehr sympathisch, z.B. auch in der Krimi-Serie "Der letzte Zeuge". Er war erst 54 ...
ich hasse diese Krankheit so. Wenn nur mal jemand etwas gegen Krebs entwickeln würde .. was hilft .. auch in fortgeschrittenen Fällen ... immer wieder hört man von Leuten, die es erwischt, auch jüngere ... erfährt man einfach mehr in unserer Kommunikationsgesellschaft, oder wird es mehr??
Die Angst, krank zu werden, ist meine größte. Das bezieht sich noch mehr auf geliebte Menschen und Tiere, als auf mich selbst.
Was später mal sein wird - keiner weiß es. Nur der Moment ist uns gewiß. Deswegen - das Beste daraus machen, unnütze Emotionen wie Neid, selbstgemachten Streß oder überflüssigen Input möglichst fernhalten und die Dinge, die man tut, tun muss und tun will, so tun, daß es einem selbst entspricht.
Im Einklang mit der Seele leben .. bewußt im Jetzt und Hier - und nicht so viel verschieben, nicht sagen "kann ich später noch machen".
Die Umstände, in denen man eben lebt, so positiv wie möglich annehmen und nutzen. Ich habe das und das .. ich habe diese und jene Verpflichtungen. Na und? Nicht die Verpflichtungen sind das Problem, sondern meine Einstellung dazu ist entscheidend.
Manchmal startet man Projekte oder geht Lebenswege, die man ein paar Jahre später nicht mehr starten bzw. gehen würde. Aber sie sind eben noch da, und fordern Zuwendung.
Jetzt kann ich mich auf den Boden werfen, mit den Füßen strampeln und jammern "ich will nicht, mir paßt das nicht, zuviel Arbeit, ich bin unfrei ... bla bla."
DANN bin ich wirklich unfrei.
Innerlich frei werden kann ich dann, wenn ich die Dinge annehme und mein Leben mit ihnen bewußt gestalte, sie freundlich ansehe - dann sehen sie mich auch freundlich an.
Das ist viel einfacher, als man denkt.
EDIT: wobei es natürlich Dinge ... Schicksalsschläge ... gibt, die man nicht einfach so freundlich ansehen kann... das ist ganz klar.
Verrückt, auf was für Gedanken man plötzlich kommen kann .. aufgrund der Meldung des Versterbens eines Menschen, den man nicht einmal selbst gekannt hat ...
Aber es ist eben das, was jeden treffen kann ... und das Geschenk des Augenblicks - das bekommen wir auch alle - und die Freiheit, zu wählen und das Beste daraus zu machen - mit der für uns selbst richtigen inneren Einstellung.
Passt auf Euch auf ...
Ocean 25.07.2007, 13.29 | (12/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Polizisten-Mord in Heilbronn und kleine Odyssee
Heilbronn im Ausnahmezustand. Sicher habt Ihr es gestern in den Nachrichten gehört - auf der Theresienwiese, wo gerade das Maifest aufgebaut wird, sind bei einer (vermutlich) Routinekontrolle zwei junge Polizisten (22 und 24 Jahre) angegriffen worden.
Hier der Link zur Sonderseite der Heilbronner Stimme: STIMME.DE
Die Kopfschüsse trafen die Polizistin tödlich, der Polizist wurde schwerstverletzt und ist noch nicht ansprechbar. Hoffentlich, hoffentlich schafft er es. Genaueres ist nicht bekannt oder wird nicht öffentlich bekanntgegeben. Ein Passant hatte die beiden gegen 14 Uhr entdeckt. Einen Notruf hatten sie offenbar nicht mehr absetzen können - der Angriff muss überraschend gekommen sein.
Der/Die flüchtige/n Täter hatten die Waffen der Polizisten mitgenommen - und im Radio kamen laufende Warnungen, man solle auf keinen Fall Anhalter mitnehmen und sehr vorsichtig sein
Es wurde eine Ringfahndung eingeleitet und alle Ausfahrtsstraßen sowie der Bereich um die Theresienwiese gesperrt - und in Heilbronn herrschte komplettes Chaos!
Wer also mit dem Auto nach Hause fahren wollte, aus der Stadt raus - hatte verloren. Kollegen haben zwischen drei und fünf Stunden gebraucht, um heimzukommen. Ich startete gegen halb vier, hoffnungslos optimistisch - stellte mich in die Schlange Richtung Sattel hoch - und kam innerhalb einer knappen halben Stunde nur ein paar Meter vorwärts. Temperaturen an die 29 Grad, das Auto kochte, ich auch ...
also vor der nächsten Ampel gedreht und versucht, anderswo aus der Stadt zu kommen - aber keine Chance! klar - so sollte es schließlich auch sein .. (leider blieb die Fahndung erfolglos)
aber das ist vielleicht ein dummes Gefühl ... allein schon dieses In-Der-Schlange-Stehen bei einer solchen Hitze, und nichts geht ... muss zugeben, dass sich da meine Klaustrophobie zu Wort meldet, und ich deswegen auch nach einer halben Stunde aufgegeben habe.
(Wenn ich jetzt höre, dass Kollegen erst um 10 Uhr abends daheim waren ... bin ich froh über diese Entscheidung ..)
Irgendwann fuhr ich dann wieder zu meiner Firma zurück und parkte das Auto dort - und versuchte mein Glück mit der Stadtbahn. Und - es kam ziemlich bald eine - proppenvoll, aber ich war einfach nur froh, aus der Stadt rauszukommen! denn mittlerweile war ich schon ziemlich k.o.
Nun hoffen wir natürlich alle, daß der zweite Polizist überlebt, und dass dieser Mörder gefaßt wird.
Heute nachmittag ist wieder Zahnarzt - Wurzelbehandlung angesagt - igitt .. aber es muss sein, Zahn tut weh.
Übrigens hab ich den Wortlaut der Umfrage etwas deutlicher formuliert - ich meine natürlich "potentielle Organspender", also mit Ausweis bzw. Bereitschaft, zu spenden ... denn vermutlich sind die wenigsten von uns de facto bereits Spender gewesen.
Ocean 26.04.2007, 08.22 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Schächten ohne Betäubung ????
Eigentlich hab ich ja überhaupt keine Zeit zum Bloggen und wollte das auch vor dem WE nicht mehr tun ... hab ja schon genug "Lesestoff" weiter unten produziert ;)
Aber dieses Urteil zum Schächten ohne Betäubung in Deutschland gestern ... das macht mich einfach nur wütend und traurig, und deswegen muss ich schnell was dazu loswerden.
Betäubungsloses Schächten
Hier ein aktueller und sehr lesenswerter Artikel zum Thema in der "Zeit":
Opferung ohne Leid - Wieviele Qualen dürfen wir einem Tier zumuten, wenn es um die Religionsfreiheit geht?
Ja, wir haben die Religionsfreiheit. Schön. Wir haben auch Tierschutzgesetze. Es wurde entschieden, dass ersteres höher zu bewerten ist ...
Wir haben auch Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Und ich kann dazu nur sagen, daß ich diese Entscheidung zutiefst ablehne, ebenso wie das Schächten ohne Betäubung -
- übrigens sind es meines Wissens nach nur gewisse Gruppierungen des Islam, die dieses betäubungslose Schächten fordern -
und daß ich nicht glauben kann, daß es sich dabei um eine Tötungsmethode handelt, die "schmerzfrei" und ohne Qualen für das Tier sein soll. Wie denn bitte??? Es gibt dazu auch ganz andere Berichte, vor allem bei nicht 100% "sachgemäßer" (wie passend, nicht wahr???) Ausführung... was doch immer mal wieder vorkommen soll. Schaut Euch nur mal die Bilder an ...
Wir leben in einem Land, dessen Gesellschaft sich auf der Basis christlicher Werte weiterentwickelt. Die christlichen Werte selbst haben sich ebenfalls weiterentwickelt. Ganz früher .. da haben auch Christen Blutopfer gebracht, und bestimmt auch einiges an Mist gebaut.
Aber wir haben mittlerweile unser Bewußtsein weiterentwickelt dahingehend, das Leben - ja, auch das von manchen als "minderwertiger angesehene" tierische Leben! -mehr zu schützen, und z. B. auch bei der Ausübung unserer christlichen Religion auf blutrünstige, quälende Praktiken zu verzichten.
Daß so etwas in Deutschland für andere Religionen erlaubt ist, halte ich für falsch.
Wenn sie schon unbedingt schächten "müssen", z.B. weil sie Fleisch nur ausgeblutet essen dürfen ... dann doch bitte mit Betäubung... aber der Mensch kann sich ja alles anmaßen über die Kreaturen, die er sich einfach unterordnet und die er benutzt und zu seelenlosen Wesen degradiert, wie er's grad so braucht.
Der Mensch, die Krone der Schöpfung??? ja, logisch, ganz bestimmt. Das ist mal wieder ein gutes Beispiel ...
Ich glaube, ich trete doch wieder in die evangelische Kirche ein.
So, das mußte ich jetzt mal rauslassen - und alles weitere würde in den Bereich "Starke Gefühle" fallen, meinetwegen auch Emotionen, das ist wohl ein noch stärkerer Begriff und in diesem Fall passender -
und darüber steht ja schon genug in meinem vorigen Eintrag ;)
Ich wünsch Euch ein schönes und ungetrübtes Wochenende!
Ocean 24.11.2006, 07.48 | (8/3) Kommentare (RSS) | TB | PL
Gedanken um Krankheit und Verlust / Positiveres und verschiedene Photos im 2. Teil des Eintrags
Achtung - TRIGGER - denn der folgende Eintrag ist ziemlich traurig und es geht um Krankheit und Verlust -
wer sowas nicht lesen mag, lieber runterscrollen, da kommen noch ein paar Bilder!
Viele Gedanken sausen mal wieder in meinem Kopf rum - weiß nicht, wo anfangen - möchte schreiben, weiß nicht, ob hier oder besser im Konzeptblog.
Denn manchmal hab ich das Bedürfnis nach einer "Trennung" - zwischen den schönen, bunten Dingen und Bildern, Erlebnisberichten etc. - und den "Wolfsgedanken" ..
Egal. Ich schreib's hier rein. Hatte es ja schon mal angedeutet - dass eine gute Bekannte/Kollegin von meinem Mann, in meinem Alter, schwer krebskrank ist, bereits mit großen Metastasen. Nach der OP am Haupttumor letzte Woche sind nun offenbar noch viele weitere Knoten im Bauch gefunden worden ... Genaueres erfahren wir evt. später - wenn sie es überhaupt selbst weiß, arg viel Info hat sie wohl nicht bekommen - mein Mann, der gerade frei hat, besucht sie heute mittag im KH HD.
Es ist das gleiche KH, wo auch der Vater meines Mannes wegen seinem Glioblastom hinkam und nach kurzer Zeit ins Koma fiel und verstarb. Schlimme Erinnerungen ...
und es hört sich so hoffnungslos an - eigentlich von Anfang an, als die Ausmaße der Erkrankung festgestellt worden waren, aber da ist ja "immer" auch die Hoffnung.
Immer? Wo nimmt man eigentlich dann noch die Hoffnung her?
Sie ist sehr positiv draufgewesen immer, viel positiver als ihr Umfeld.
Wie schaffen das manche Menschen? Ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen, wenn ich so eine Diagnose kriegen würde, da optimistisch zu sein. Und bei solchen Gedanken wird mir erst wieder richtig bewußt, wie negativ ich eigentlich manchmal drauf bin, negativ und pessimistisch und zornig.
Sollte nicht so sein, wirklich nicht. Jedenfalls hab ich ein sehr dummes Gefühl, was sie angeht, und mein Mann erst recht. Er hat in solchen Krebs-Foren gelesen - muss der Horror sein. Warum erkranken so junge Menschen, manchmal unter 30, die womöglich noch nie geraucht, getrunken und sich gesund ernährt, viel Sport gemacht haben ...
Die Frage nach dem Warum - sie ist müßig jetzt, und auch negativ, weil sie einen Vorwurf beinhaltet, gegen etwas Unfaßbares - gegen was soll man sich da wenden - gegen einen sogenannten Gott, gegen das Schicksal - alles Dinge, deren Existenz ich stark anzweifele -
und dabei ist dieses "gegen" doch gerade das Falsche.
Akzeptieren heißt das Zauberwort, Annehmen, damit leben, das Beste draus machen - so sind die schlauen Sprüche.
WIE GEHT DAS?? oder lernt man das vielleicht inmitten einer solchen Situation, wenn das Leben einen so fordert, durch Krankheit, Verlust und dergleichen? kann man sich das "in der Theorie" ohnehin gar nicht vorstellen?
Mir macht das wahnsinnig Angst. Krankheiten und all das. Verlust, die Vorstellung, eine ohnehin schon brüchige Unbefangenheit wird uns eines Tages womöglich ganz und gar genommen, weil er oder ich betroffen sind von dieser verd... Krankheit.
Manchmal kriege ich diese Gedanken und Ängste nicht los, obwohl gerade das negative Denken doch zum einen nach außen ausstrahlt und andere mit runterreißt - und für einen selbst auch ungesund ist.
Ja - manchmal wäre ich gern wieder ein unbefangenes Kind, das von all den Gefährdungen nichts weiß, denen ein Leben ausgesetzt ist. Verlust von geliebten Menschen - wohl das Schlimmste, was ein Mensch durchmachen muß. Einfach Shit.
Ich möchte mir einreden, daß es für sie noch eine Chance gibt - und immer wieder tauchen diese negativen Gedanken auf, dieses Grundgefühl der Aussichtslosigkeit.
Es gibt Tage, an denen die Gedanken nirgends Halt finden - auch nicht an den Dingen, die wir lieben, da sie so schrecklich bedroht, verletzlich und vergänglich sind, und eines Tages fort sein werden, nicht mehr als Erinnerung - und was ist schon Erinnerung - klar, es heißt immer "jemand lebt in Gedanken weiter, bleibt unvergessen" -
aber manchmal kommt mir sowas vor wie ein leerer Spruch, um das Unfaßbare mit dünnem Stoff zu kaschieren - aber das gelingt nicht, nein, niemals - fort ist ein Verstorbener, für immer gegangen - und daran können auch die Gedanken nichts ändern. Ich kann mir da nichts vormachen, nichts einbilden - sobald jemand nicht mehr greifbar ist, nicht mehr auf dieser Welt, ist er weg ...
Sorry, wenn sich das so hoffnungslos anhört. Vielleicht sind solche Gefühle und Gedankengänge ein Schritt auf dem Weg, zu akzeptieren und auch die schöne Erinnerung als positiv zu empfinden ... ich weiß es nicht. Momentan weiß ich in der Hinsicht gar nichts.
Monsterchen schaut über den See :) Sie ist eine so enorme Quelle der Freude und des Glücks für mich - ein Tier kann wirklich die beste "Medizin" für Seele und Körper sein! 
Größer? Klick aufs Bild :)
Orchideen mag ich auch unheimlich gerne :)
Vielleicht sollte ich das auch mal versuchen - Mandala malen, um dabei Ruhe zu finden. Für meine Mutter ist es die beste Möglichkeit, abzuschalten, dazu klassische Musik ...
Eine Sehnsucht und Rastlosigkeit ist in mir, nicht richtig faßbar - sie hat etwas mit Loslassen, Wasser, Weite und Freiheit zu tun ... 
Größer? Klick aufs Bild :)
Nutze jeden Augenblick, koste ihn aus, vergeude ihn nicht mit negativen Gedanken oder Grübeleien in eine ungewisse Zukunft - wir haben doch nur das Jetzt, und können daraus so viel machen -
Lass dich nicht mit Halbheiten abspeisen - geh nicht zu viele Kompromisse ein ... zieh durch, was du dir wünschst, was du gerne tust und lebe intensiv - schenk dir die Freude, die jede Sekunde als Chance für dich bereithält!
Liebe Grüße an Euch!
Ocean 19.04.2006, 11.48 | (15/0) Kommentare (RSS) | (1) TB | PL
Danke ... / Hintergründe / Zahnarzttermin
Danke Euch sehr für Eure lieben Zeilen. Bin immer noch sehr traurig. Aber damit keine Mißverständnisse aufkommen - nein, zum Glück geht es nicht um das Monsterchen - es ist diese Sache, über die ich vor einiger Zeit mal geschrieben habe von dem Bekannten ...
Mag sein, daß mancher dagegen ist, daß ich über solche Dinge, die nicht mich persönlich betreffen (ist ja nicht mein Hund gewesen, sondern "nur" ein Hund, den ich eben kannte und sehr gern mochte) - hier im Netz öffentlich schreibe.
Soll ich euch mal was sagen? das ist mir sch...egal!!! Wer sich deswegen auf den Schlips getreten fühlt, hat Pech gehabt ...
Ich nenne keine Namen, keine Orte, keine Verbindungen - also. Ich muss einfach über die Sache schreiben jetzt, weil es mir ständig im Kopf rumgeht ...
Jedenfalls dieser Bekannte hat seinen Hund jetzt tatsächlich aus diffusen Gründen einschläfern lassen, obwohl er nicht schwerkrank war, auch niemanden verletzt hat -
ich kann hier über die Hintergründe nicht zu sehr ins Detail gehen, sie sind gesundheitlicher Art, Überforderung, und das erwähnte Hochspringen damals, der Hund war angeblich jetzt als bissig verschrieen im Wohngebiet -
aber sicher ist - es hätte andere Lösungen gegeben...
man darf einen gesunden Hund nicht einfach so einschläfern lassen, weil man nicht zurechtkommt - sich überfordert fühlt ... natürlich gibt es Gründe, einen Hund nicht mehr halten zu können - aber deswegen ihn einfach töten lassen??
wenn ich wüßte, welcher Tierarzt das ist, würde ich ihn anzeigen, aber natürlich erfahren wir das nicht, ich kann es nur vermuten ...
und einfach mit der Begründung - wieder ins Tierheim gehen, das wäre schlimmer für den Hund, als der Tod! Und er müßte sich dann ständig Gedanken machen, was ist jetzt mit ihm, den nimmt doch keiner mehr (Golden Retriever, geschätzte 6 - 7 Jahre)
So etwas zu sagen über ein ganz tolles Tier, das ihn geliebt und ihm vertraut hat, das sein Begleiter war .. etwas ungestüm vielleicht...
und es hat oft Essensreste vom Boden draußen gefressen, die gewisse Idioten in dem Wohngebiet dort einfach hinschmeißen, also hatte er auch manchmal Verdauungsprobleme .. dies in Kombination mit gesundheitlichen Problemen des Halters - ist sicher schwierig - aber kann da der Hund was dafür?????? ist das Grund genug, seine Tötung in Auftrag zu geben?
Das Unfaßbare - der Betreffende ist fest von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt ... sagt, es hätte keine andere Lösung gegeben... wird sauer, wenn wir ihm widersprechen - es ist nicht zu fassen. Kein normal denkender Mensch tut einem ansonsten gesunden Tier sowas an!
Es muß auch eine tiefe Traurigkeit dahinter stecken, er hat den Hund doch geliebt, das weiß ich, und er ist vom Prinzip her absolut kein kalter, gleichgültiger Mensch - aber wie kann man nur SO denken ...
es war ein mörderischer Schnellschuß in meinen Augen ... wir hatten schon desöfteren unsere Hilfe angeboten, aber er hat sich jedesmal stur gestellt - uns natürlich auch nichts erzählt jetzt - ich habe es nur am Telefon erfahren, weil ich ihn gefragt hatte, ob wir mit dem Hund rausgehen sollen für ihn, oder sonst etwas machen ...
dachte, mich trifft der Schlag ...er wußte, wir wären dagegen gewesen, hätten versucht, ihm den Hund abzunehmen -
daher wurden wir vorher gar nicht erst angesprochen.
Ich pack das immer noch nicht. Und ich werde zu diesem Menschen kein normales Verhältnis mehr haben können, tut mir leid. Nein, tut mir nicht leid ...
Gründe, Erklärungen, Sichtweisen, Umstände - gibt es immer. Scheiße - man kann jeden Dreck erklären, begründen, warum hat der und der das getan, er hatte ja auch das und das ... hey, das ist mir echt egal! Die Tat zählt! Und die wäre nicht notwendig gewesen - es ist möglich, einen Golden Retriever, der ansonsten gesund ist, und nur ein Opfer der Umstände, in gute und energische Hände weiterzuvermitteln ... mit ein bisschen Ausbildung hätte man das Hochspringen weggekriegt ... eine andere Umgebung, und er hätte auch nicht mehr vom Boden fressen brauchen (das ist schwierig zu verhindern - aber nicht überall liegt so viel rum, und man KANN auch das einem Hund abgewöhnen) -
man muß sich nur Mühe geben und wollen und offen sein - die Verantwortung hat man dem Tier gegenüber - und zu meinen, man wird seiner Verantwortung gerecht, indem man ihm "Leiden ersparen will", ihm keine Chance gibt, ihn in den Tod schickt - das ist KRANK!!!
So, und wenn sich jemand daran stößt, daß ich das so offen geschrieben habe (ich meine nicht Euch, die Ihr regelmäßig bei mir lest) - darf er sich gerne an mich wenden.
Zu allem Übel hab ich auch noch seit drei Tagen tierisch Zahnweh. Ich kann in der Hinsicht einiges aushalten, die Zahnarztangst ist groß genug bei mir. Aber das jetzt - nicht mehr. Ist einfach zu heftig. Ein überkronter Zahn, der wenn ich mich richtig erinnere wurzelbehandelt war - tut ununterbrochen weh. Nix geschwollen oder so, aber gegen die Schmerzen helfen nicht mal Tabletten.
Also hab ich mehrere Zahnärzte durchtelefoniert vorhin - alle waren schon voll - bis auf eine Zahnärztin in einem Nachbardorf - da kann ich um 15 Uhr hin. Bitte daumendrücken - die Krone sollte erhalten bleiben, hoffentlich geht das .. dieser Zahnersatz ist so schweineteuer ... mal davon abgesehen, daß ich echt Schiß hab vorm Zahnarzt - aber das ist jetzt ein Zeichen - ich MUSS hin - kann es nicht länger aufschieben, zumal ich weiß, daß noch mehrere Zähne behandlungsbedürftig sind ... puh.
Macht's gut ...
Ocean 23.02.2006, 09.32 | (17/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Sprachlos und traurig
... bin ich. Und werde jetzt erst mal nicht hier schreiben -
und auch keine Mails u.ä. schreiben!
Ich bitte um Euer Verständnis dafür.
Es hängt mit dem Thema Einschläfern und Hund zusammen ...
Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen. Es ist zu spät, und es gab keine Chance, es zu verhindern.
Muß jetzt schauen, wie ich damit umgehe bzw. darauf reagiere, unter Berücksichtigung ALLER Umstände. Mein Gefühl aber sagt nur ... Shit.
Wie kann man so etwas tun ...
Für alles gibt es Begründungen, für alles unterschiedliche Sichtweisen. Aber ich muß nicht alles respektieren und akzeptieren. Und gegen meine Gefühle kann ich nichts tun.
Ich melde mich dann wieder. Alles Gute für Euch.
Ocean 22.02.2006, 12.20 | (14/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
"Speak the truth .. or make your peace some other way ..."
(Godsmack)




"We are a particle in the ocean ..
lost and safe like a tear ..
we are born and lost in the ocean
where is mercy with our fear?"
(Eloy - "Ocean")


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Du bist mein Land,
ich deine Flut,
die sehnend dich ummeeret;
du bist der Strand,
dazu mein Blut
ohn Ende wiederkehret.
An dich geschmiegt,
mein Spiegel wiegt
das Licht der tausend Sterne;
und leise rollt
dein Muschelgold
in meine Meergrundferne.
(Ch. Morgenstern)
"Zwischen Dir und dem
Horizont liegt das Leben."![]()
.. genieße das Glück des
Augenblicks bewußt,
und bewahre ihn in
Deinem Herzen, so daß
Du jederzeit zu ihm
zurückkehren kannst.
Alles Erlebte ist Dein,
für immer. Deine Vor-
stellungskraft trägt Dich
überall hin, und Dein
Wille macht scheinbar
Unmögliches möglich.
Leben - unterwegs sein
auf Deinem eigenen
Lebensweg... gesegnet
mit der Kraft, auch die
schmerzlichen Wege
aufrecht zu gehen.
Die Quelle der Kraft
liegt im Universum ..
in der Natur ..
in Dir selbst.
(Ocean)


"Long hours of loneliness
between me and the sea ...
Should I dress in white and
search the sea, as I always
wished to be one with the
waves - Ocean Soul ... "
(Nightwish) 
"Man kann ohne Hund leben,
aber es lohnt sich nicht"
(Heinz Rühmann)





"Sail away to Avalon
The journey has begun
Sail away through the night
Sail away, never die
The gods are at your side..."
(Ayreon)



Das Dasein ist köstlich.
Man muß nur den Mut
haben, sein eigenes Leben
zu führen.
(P. Rosegger)

Abendwolken
Wolken seh ich abendwärts
Ganz in reinste Glut getaucht,
Wolken ganz in Licht zerhaucht,
Die so schwül gedunkelt hatten.
Ja! mir sagt mein ahnend Herz:
Einst noch werden, ob auch spät,
Wann die Sonne niedergeht,
Mir verklärt der Seele Schatten.
(Ludwig Uhland)
Ein Rot, das traumhaft dich
erschüttert -
Durch deine Hände scheint
die Sonne.
Du fühlst dein Herz verrückt
vor Wonne
Sich still zu einer Tat
bereiten...
(aus: "Ein Konzert" von G. Trakl)

Monsterchen :-)

Mit einem kurzen Schweifwedeln
kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken,
als mancher Mensch
mit stundenlangem Gerede.
(Louis Armstrong)
... ich bin ein Couch-Potatoe :)

"We are a particle in the
ocean, lost and safe
like a tear ..."
(Eloy - "Ocean")


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